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Plastik, Pappe oder Stoff: Welche Tüte ist die Beste?

Je häufiger eine Tasche im Einsatz ist, desto besser für die Umwelt
(as). Wohin mit den Einkäufen? Einkaufstüten gibt es an der Supermarktkasse in Hülle und Fülle, sie sind aus Plastik, Papier oder Stoff. Aber welche Tasche ist die umweltfreundlichste?
Es kommt vor allem darauf an, wie oft die Tüte verwendet wird. Je häufiger ein Beutel im Einsatz ist, desto besser für die Umwelt.
Die herkömmliche Einweg-Plastiktüte aus dem Kunststoff Polyethylen wird aufwändig aus fossilem Rohöl hergestellt, einer begrenzten Ressource. Damit sie recycelt werden können, gehören Plastiktüten in die gelbe Tonne. Landen sie im Hausmüll, ist das Recycling oft ausgeschlossen, sie werden mit dem anderen Müll verbrannt. An der Luft zersetzt sich eine Plastiktüte erst nach 100 bis 500 Jahren. Einweg-Plastiktüten schneiden besonders schlecht ab, wenn sie nur ein Mal benutzt und anschließend nicht recycelt werden. Besser sind da Plastiktüten mit Recyclinganteilen, zu erkennen am „Blauen Engel“. Überraschend: Laut Deutscher Umwelthilfe sind biologisch abbaubare Plastiktüten mit Anteilen nachwachsender Rohstoffe die schlechteste Einweg-Tütenvariante.
Tüten aus Papier oder Baumwolle sind aber nicht generell besser als Tüten aus Kunststoff. Zwar wird für die Herstellung von Papiertüten kein fossiler Rohstoff verbraucht, aber auch hier werden viel Material, Ressourcen und Energie verwendet. Erst bei mehrfacher Nutzung sind Papiertüten ökologischer als die Einweg-Plastiktüte. Auch Baumwollbeutel müssen häufig, mindestens 25 Mal, wiederbenutzt werden damit sie besser abschneiden als Polyethylen-Tüten. Aber: Durch die konsequente Nutzung einer Mehrwegtasche kann jeder Deutsche laut Umwelthilfe pro Jahr 45 Plastiktüten und damit ein Kilogramm Plastikmüll sparen.