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"Dunkenkuhle" Tötensen - Sanierung soll fast 600.000 Euro kosten

Mit dieser Anlage wurde bis 2002 aus der Deponie entweichendes Methan abgefackelt

mi. Tötensen. Die Sanierung des auf einer Mülldeponie gebauten Sportplatzes Dunkenkuhle wird wohl um ein Vielfaches teurer als bisher von der Gemeinde Rosengarten angenommen. Geht es nach der Turnerschaft Westerhof, so soll die Gemeinde jetzt die Finanzierung komplett übernehmen. Ohne neue Kredite wird das wohl kaum möglich sein.

Langsam droht er zu wachsen, der Schuldenberg in Rosengarten: Neues Rathaus geschätzt, mindestens vier Millionen Euro, neuer Parkplatz am Klecker Bahnhof, Kostenanteil der Gemeinde mindestens 300.000 Euro und jetzt vielleicht auch noch eine Sportplatzsanierung in Tötensen, Kostenpunkt rund 600.000 Euro.
Hintergrund: Der Sportplatz „Dunkenkuhle“ wurde auf einer zugeschütteten Mülldeponie errichtet. Hier sind laut Altlastenkataster des Landkreises Harburg unkontrolliert Gewerbeabfälle und Hausmüll aus Hamburg verklappt worden. Wegen des Austritts von Giftstoffen und Methangas wurde der Untergrund von einer Spezialfirma von 2007 bis 2013 aufwendig saniert. Die Giftgefahr ist nun gebannt. Allerdings ist die Sportstätte durch Bodensenkungen in Folge des verrottenden Mülls arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Rasenfläche, die Stehtribüne und das Vereinsheim sind krumm und schief.
Ursprünglich sollten die Sanierungsarbeiten im kommenden Jahr beginnen. Die geschätzten Kosten von nur rund 206.000 Euro für die günstigste Variante sollten von der Gemeinde, der Turnerschaft Westerhof und einer Förderung durch den Kreissportbund aufgebracht werden. Jetzt gibt es eine neue Hiobsbotschaft für die TS Westerhof. Die von dem Verein in Auftrag gegebene Vorplanung kommt zu deutlich höheren Kosten. Ein Gutachten der Firma Ing.-Büros Richter geht von rund 600.000 Euro aus. Das Problem: Um eine Förderung durch den KSB zu erhalten, müsste die TS Westerhof sich mit 20 Prozent an der Finanzierung beteiligen. Bei solch einer hohen Summe utopisch. Fazit: Soll der Sportplatz zeitnah saniert werden muss die Gemeinde in die Bresche springen.
Bis zu den Haushaltsberatungen für 2016/17 hat die Politik jetzt Zeit, sich über Notwendigkeit, Nutzen und Kosten des Projekts für die Allgemeinheit klar zu werden.
Öffentlich hat sich die Gemeinde Rosengarten nach Redaktionsschluss am vergangenen Dienstag mit der neuen Situation beschäftigt. Was dabei herausgekommen ist, lesen Sie am kommenden Samstag im
WOCHENBLATT.