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Reifen, Bremsen, Kette & Co.: Diese Teile sollten Sie vor der ersten Fahrradtour überprüfen

Diese Teile sollten vor der ersten Fahrt nach der Winterpause gecheckt werden: 1. Reifen, 2. Bremsen, 3. Bremsbeläge, 4. Licht, 5. Fahrradständer, 6. Kettenspannung, 7. Reflektoren
 
„Vor der ersten Fahrt nach der Winterpause sollte man das Fahrrad durchchecken“, rät Fahrradmechaniker Markus Katschinski (Foto) vom Cycle Team in Buchholz
(as). Die ersten frühlingshaften Temperaturen locken vielerorts Fahrradfahrer auf Radwege und Straßen. Bevor das Fahrrad nach der Winterpause auf die Straße kommt, sollte es aber auf seine Straßentauglichkeit überprüft werden. Das WOCHENBLATT hat mit Arne Riebesell, Geschäftsführer des Fahrradfachgeschäfts „Cycle Team“ in Buchholz, eine kurze Checkliste zusammengestellt:
1. Reifen:
Wie hoch der Druck im Reifen sein sollte, ist außen auf der Seite des Reifens (meist in Bar) vermerkt. Der Reifendruck lässt sich mit Hilfe eines Manometers beim Pumpen genau einstellen. Viele Standpumpen haben diese Anzeige, auch an der Tankstelle oder beim Fahrradfachgeschäft kann man seinen Reifen aufpumpen.
Wie läuft das Rad?:
Das Fahrrad kopfüber auf Sattel und Lenker stellen, Reifen in Bewegung setzen. Das Rad sollte nirgends anstoßen. Läuft das Rad mittig zwischen den Bremsbelägen, ist alles in Ordnung. Schabt es am Schutzblech, kann das Blech etwas zurechtgebogen werden. Das Rad sollte auf keinen Fall „eiern“.
2. Bremsen:
Das Fahrrad schieben, nacheinander die Bremsen vorn und hinten leicht betätigen. Das Rad sollte sofort anhalten. Muss man viel Kraft aufwenden oder kann man die Bremse bis zum Griff durchdrücken, sind die Bremsbeläge abgenutzt oder die Bremse ist falsch eingestellt.
3. Bremsbeläge:
Von oben auf die oben am Rad angebrachten Bremsbeläge gucken. Die Bremsbeläge haben Markierungen, an denen der Verschleiß abgelesen werden kann. Sind diese Rillen nicht mehr zu sehen, müssen die Bremsbeläge unbedingt getauscht werden.
4. Licht:
Das Rad in Bewegung setzen, schauen ob Vorder- und Rücklicht leuchten. Ist das nicht der Fall, Leuchtmittel und Dynamo überprüfen.
5. Fahrradständer:
Steht das Fahrrad sicher? Ist der Winkel des Ständers noch richtig? Lässt er sich leicht ein- und ausklappen?
6. Kettenspannung:
Die Kette sollte ein wenig Spiel haben, aber auch nicht zu locker sein. Als grobe Richtlinie gilt: die Kette sollte mit dem Finger etwa einen Zentimeter nach oben und unten zu bewegen sein. Ist das nicht der Fall, sollte die Einstellung einem Fachmann überlassen werden. Damit sie leichter läuft, die Kette fetten. Das Fett sollte speziell für Fahrräder geeignet ein. Beim Fetten aufpassen: Nicht die Felgen, Bremsklötze oder -Scheiben mitfetten, denn dann ist die Bremswirkung hin.
7. Reflektoren:
Bei neuen Reifen ist ein weißer Reflektorstreifen am Reifen angebracht. Wer noch einen Reifen ohne Reflektorstreifen hat, muss in jedem Rad zwei Reflektoren in den Speichen anbringen. Auch an den Pedalen und am hinteren Schutzblech sollten Rückstrahler angebracht sein.
Fehlende oder defekte Reflektoren werden von der Polizei mit 15 Euro Bußgeld geahndet.
Allgemein:
Durch die Pause können sich Spannungen gelöst haben. Deshalb prüfen, ob alle Schrauben festsitzen, wenn nicht, Schrauben vorsichtig nachziehen. Auch die Glelenke vertragen etwas Öl. Auch hier darauf achten, dass Felgen und Bremse fettfrei bleiben. Es gibt für Fahrräder sogenannte "Multiöle", die sowohl für die Kette als auch für die Gelenke geeignet sind.
Bei den ersten Sonnenstrahlen häufen sich die Reparaturaufträge in den Fahrradwerkstätten. Wer hier Wartezeiten vermeiden möchte, sollte sein Rad bereits vor der Winterpause in die Werkstatt bringen, damit es im Frühling gleich einsatzbereit ist.
Das WOCHENBLATT wünscht gute Fahrt!