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Viel in die Zukunft investiert: Rück- und Ausblick beim "Bauernrechnen" in Wulfsen

Wulfsens Bürgermeister Gerd Müller (Foto: archiv/ce)
ce. Wulfsen. Mit 150 interessierten Bürgern sehr gut besucht war das jüngste "Bauernrechnen" der Gemeinde Wulfsen. Bürgermeister Gerd Müller begrüßte unter anderem auch Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause als Gast.
Die Gesamteinwohnerzahl in Wulfsen lag laut Gerd Müller Ende 2016 bei 1.745 Personen. Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich erfreut darüber, dass es im vergangenen Jahr 14 Geburten gab - die Zahl der Verstorbenenen lag ebenso hoch.
Dem Helferkreis dankte Müller für das Engagement für die 55 Flüchtlingen, die derzeit in der gemeinsamen Unterkunft von Wulfsen und dem Nachbarort Garstedt leben.
Beim Überblick über in 2016 abgeschlossene Arbeiten erinnerte Müller unter anderem an die aufwendigen und von manchen Komplikationen begleitete Instandsetzung der Brücken in den Gebieten "An der Aue" und "Osterheide". Eine "Mega-Investition für Wulfsen" sei die Sanierung des Straßenzuges "Im Osterfelde" gewesen. Die Maßnahme kostete rund 640.000 Euro und wurde mit 300.000 Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert (das WOCHENBLATT berichtete). "Es gab schon zahlreiche positive Reaktionen von Besuchern aus nah und fern", berichtete der Bürgermeister. Die Neuanpflanzungen im "Osterfelde" zur Abrundung der Sanierung würden im Herbst dieses Jahres vorgenommen.
Der Haushalt 2016 sei - so Müller - "von Licht und Schatten geprägt" gewesen. So hätten die Einnahmen durch die Einkommensteuer mit 769.000 Euro unter dem ursprünglichen Ansatz von 792.000 Euro gelegen. Die Einnahmen von 271.000 Euro bei der Grundsteuer A und B seien eine Punktlandung gewesen. Um 100.000 Euro über dem Ansatz hätten mit 400.000 Euro die Gewerbesteuer-Erträge gelegen. Für die Straßenbeleuchtung habe die Gemeinde 15.000 Euro an Stromkosten berappen müssen.
Im Fokus der Gemeinde für 2017 steht die Umsetzung des Bebauungsplanes "Westliches Bahngelände". Den Erschließungsstart kündigte Gerd Müller für April an, Baureife werde das Areal ab Juli haben. "Es gibt bereits 38 Anmeldungen für das Gebiet bei 18 Bauplätzen", brachte Gerd Müller die rege Nachfrage nach Immobilien und Baugrundstücken in Zahlen zum Ausdruck.
Ein weiteres Thema beim "Bauernrechnen" war der Bebauungsplan "Windpark Wulfsen". Ziel sei, eine Höhenbeschränkung auf 150 Meter und eine einheitliche Bauart bei den Windkraftanlagen zu erreichen, erklärte Müller. Ein angedachtes viertes Windrad werde nun doch nicht errichtet.
Den Aktiven in den Vereinen, Verbänden und Organisationen dankte Gerd Müller schließlich für ihre "größtenteils ehrenamtliche Arbeit".