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"Es muss endlich etwas passieren": CDU will Stelle eines Verkehrskoordinators schaffen

(Foto: Karte: Open Street Map / Grafik: MSR)
kb. Landkreis. Baustellen, Umleitungen, Staus: In den kommenden Monaten und Jahren sieht so die Wirklichkeit auf den Autobahnen in der südlichen Metropolregion Hamburg aus. Besonders in der nahenden Urlaubszeit droht ein erneutes Verkehrschaos. Maßnahmen auf der A7, A261 und A1 sind geplant. Für die CDU-Landtagsfraktion Grund genug, jetzt in einem Antrag die Einsetzung eines Verkehrskoordinators - wie es ihn bereits in Hamburg gibt - auch für Niedersachsen zu fordern. Unterstützt wird der Antrag von den Landräten der Landkreise Harburg und Stade.
„Seit Monaten habe ich Anfragen gestellt und Briefe an Verkehrsminister Lies (SPD) geschrieben. Immer wieder hat der Minister es abgelehnt, auch nur über eine solche Position nachzudenken", kritisiert der CDU-Abgeordnete Heiner Schönecke. Die niedersächsischen und Hamburger Behörden sprächen sich zurzeit nur einmal im Jahr bei einem Koordinierungstermin ab. "So manches Verkehrschaos hätte bei besserer Koordination auf niedersächsischer Seite verhindert werden können", ist sich auch Dr. Bernd Althusmann, hiesiger CDU-Spitzenkandidat sicher. Kaum eine andere Region Niedersachsens weise eine so hohe Verkehrsbelastung auf, wie das Hamburger Umland. "Jede Baustelle belastet die Gemeinden zusätzlich", so Althusmann. "Es muss endlich etwas passieren." Im vergangenen Jahr hatten Autofahrer in der Region leidvoll erfahren, was passiert, wenn sich die Verkehrsbehörden zu wenig abstimmen. Mehrere Baumaßnahmen kollidierten und legten die halbe Region lahm.
Der Verkehr in der südlichen Metropolregion ist ein Dauerthema, auch derzeit kommt es zu baustellenbedingten Staus. Aktuell läuft die Fahrbahnsanierung auf der A7 zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld und der Brücke Ehestorfer Weg, in Richtung Flensburg führen dann nur noch zwei Fahrspuren - am kommenden Pfingstwochenende und in der Urlaubszeit sind Staus programmiert.
Die Maßnahme soll bis Oktober abgeschlossen sein, doch dann gibt es keinesfalls freie Fahrt: Im Anschluss wird die A261 zwischen A7 und Buchholzer Dreieck in Richtung Buchholz voll gesperrt - ebenfalls wegen einer Fahrbahnsanierung. Um die Rosengarten-Dörfer von zusätzlichem Verkehr zu verschonen, haben sich die Planer aus der Verkehrsbehörde eine weiträumige Umleitung über die A7 in Richtung Maschener Kreuz überlegt - die meisten Autofahrer werden eine Abkürzung suchen. Dauer der Maßnahme: Bis Ende des Jahres. Ebenfalls im Herbst steht eine weitere Sanierung auf der A1 zwischen Georgswerder und Moorfleet in Richtung Lübeck an. Zwar wird nur am Wochenende gearbeitet, an einem aber unter Vollsperrung. Erhebliche Rückstaus bis hinter Maschen sind zu erwarten.
Mit ihrer Forderung nach einem Verkehrskoordinator geht es der CDU vor allem darum, die Planungen und Einrichtungen von Baustellen auf Autobahnen und Bundesstraßen untereinander abzustimmen. Zudem sollen alle Verkehrsteilnehmer Zugriff auf die Informationen von "ROADS" bekommen. In dem System werden alle Baumaßnahmen erfasst und koordiniert. Auch die Nahverkehrs-Unternehmen wie Metronom und HVV sollen an der Absprache der Maßnahmen beteiligt werden. Die Zuarbeit von Fachbehörden und Polizei soll klar und unbürokratisch geregelt werden.
"Eine effektivere Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Niedersachsen ist zwingend notwendig", ist sich der CDU-Landtagsabgeordnete Heiner Schönecke sicher. Nicht nur, weil mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 schon die nächsten großen Baumaßnahmen in Planung sind.