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Hegering Hittfeld: Wolfspopulation war Thema

Die Geehrten mit dem 1. Vorsitzenden der Jägerschaft Landkreis Harburg, Horst-Günter Jagau (re.), Kreisjägermeister Norbert Leben (li.) und Hegeringsleiter Rolf Bellmann (3. v. li.) (Foto: Strauch)
kb. Hittfeld. Die von der rot-grünen Landesregierung geplanten Änderungen im niedersächsischen Jagdgesetz waren jetzt Thema auf der Versammlung des Hegerings Hittfeld. Kreisjägermeister Norbert Leben berichtete über den Gesetzentwurf, der u.a. vorsieht, dass die Jagd mit Schusswaffen mit Schalldämpfern erlaubt werden soll. Außerdem soll es bei Bewegungsjagden auf Schalen- und Haarwild (Rehe, Wildschweine etc.), sowie bei Jagden auf Flugwild die Verpflichtung zu einem Schießnachweis geben. Wie Leben außerdem berichtete, sollen zusätzliche Schonzeiten für Wildgänse eingerichtet werden.
Enorm angestiegen sei die Zahl der Nutria, eine aus Südamerika stammende Biberratte, im Landkreis Harburg. Gingen im Jahr 2015 30 Nutria in den Revieren entlang der Elbe in die Falle, waren es 2016 schon 240 Tiere - Tendenz weiter steigend.
Auf das Thema Wolf kam der 1. Vorsitzende der Jägerschaft im Landkreis Harburg, Horst-Günter Jagau, zu sprechen. Die Landesregierung sei planlos, wie mit den steigenden Wolfsbeständen umzugehen sei. Die zunehmenden Nutztierrisse sorgen für immer größeren Unmut unter den Tierhaltern, so Jagau. Hinzu käme, dass die viel gepriesenen Einzäunungen zunehmend die Landschaft verschandeln.
Bei den anschließenden Ehrungen wurden die Hundeführer Svea Beckedorf und Stephan Engelke ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Bronze im Bereich Jagdhornblasen erhielt Bosko Gische. Für 50-jährige Mitgliedschaft im Deutschen Jagdverband wurde Peter Otten ausgezeichnet, für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Henry Burmeister, Klaus Köster, Hans-Jürgen Spillner und Klaus Steinke. Seit 25 Jahren engagieren sich im Deutschen Jagdverband Ernst Fano, Hauke Johannsen und Christian Rüttinger.