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Hier gibt es nasse Füße

Michael Winter zeigt die Löcher im Asphalt an der Maschener Schützenstraße. Auch bei trockenem Wetter ist der Boden hier immer feucht

Maschener Schützenstraße: Grundwasser drückt bis an die Oberfläche / Gemeinde arbeitet an Lösung

kb. Seevetal. "Sowas habe ich hier noch nicht erlebt", sagt Michael Winter von der Tiefbauabteilung in Seevetal. Er arbeitet seit 17 Jahren bei der Gemeindeverwaltung - das Problem an der Maschener Schützenstraße ist bisher einmalig. Seit Wochen ist hier die Fahrbahn auf rund 70 Metern zwischen der Brückenrampe der Decatur-Brücke und dem Moorweidendamm einseitig gesperrt (das WOCHENBLATT berichtete), viele Seevetaler fragen sich inzwischen, warum sich dennoch nichts tut. "Leider ist die Situation sehr kompliziert", so Winter. Seit geraumer Zeit drückt das Grundwasser im abgesperrten Bereich bis an die Oberfläche, der Asphalt bröckelt, der Boden ist feucht, Rückstände sind am Straßenrand als brauner Eisenocker zu erkennen. Woher das Wasser kommt, sei bisher reine Spekulation, so Winter. "Entscheidend ist, dass wir die Straße auf der gesamten Breite entwässern müssen, bevor wir neuen Asphalt drauf legen können", erklärt der Tiefbau-Experte.
Derzeit wertet ein beauftragtes Ingenieurbüro Bodenproben aus, um aufgrund der Ergebnisse Vorschläge zu machen, wie man das Problem lösen kann. Eine Möglichkeit, die viel befahrene Straße dauerhaft zu entwässern, wäre eine Drainage. Fest steht aber jetzt schon: Die Rohrleitung kann nicht unter die Straße gelegt werden. "Der Boden ist ungeeignet, außerdem liegen dort Unmengen anderer Leitungen", erklärt Michael Winter. Überlegt wird jetzt, die Drainage in rund drei Meter Tiefe unter den angrenzenden Grünstreifen zu legen - der ist jedoch in Privatbesitz. "Jedes Mal, wenn wir eine Idee haben, taucht ein neues Problem auf", so Winter.
Immerhin: Der Verkehr im betroffenen Bereich rollt einigermaßen. "Eine Baustellenampel aufzustellen, planen wir vorerst nicht. Das würde zu erheblich längeren Wartezeiten führen", sagt Gemeindesprecher Andreas Schmidt. Er hofft, dass die neue Asphaltdecke bis spätestens Ende Herbst liegt. Die Kosten für die Maßnahme ließen sich derzeit noch nicht abschätzen, "aber es wird wohl teuer", so Michael Winter.

• Besser sieht es da an der Schulstraße in Maschen aus. Viel früher als erwartet, wurde sie jetzt schon für den Verkehr freigegeben, der Großteil der Baumaßnahme ist abgeschlossen. In der letzten Juli-Woche soll als letzter Schritt die neue Asphaltdecke aufgebracht werden, dazu wird die Straße noch einmal voll gesperrt. Die Zufahrt zum Lidl-Markt bleibt gewährleistet.

• Auch die Fahrbahnerneuerung an der Glüsinger Straße in Meckelfeld unter Leitung des Landkreises liegt voll im Zeitplan. Probleme mit der Umleitung durch die parallel verlaufende Gewerbestraße gibt es bisher nicht. "Alle Beteiligten sind sehr zufrieden", so Gemeindesprecher Andreas Schmidt.