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Kinderbetreuung wird ausgebaut / Haushaltsansatz für Burg Seevetal um 400.000 Euro gesenkt

In Ermangelung einer Alternative könnte ein Gebäude für eine Krippen- und eine Kita-Gruppe in unmittelbarer Nähe zur Sporthalle des MTV Ramelsloh entstehen (rote Fläche). Derzeit besteht auf dem Areal jedoch kein Baurecht (Foto: Repro MSR)
kb. Seevetal. Die Gemeinde Seevetal investiert trotz angespannter Haushaltslage weiter in die Kinderbetreuung. "Es besteht einfach erheblicher Bedarf", machte Ingo Knedel, Leiter der Abteilung Gebäudewirtschaft, jetzt auf der Sitzung des Bau- und Sportausschusses deutlich. In Ramelsloh soll das Angebot um 15 Krippenplätze und 25 Plätze im Elementarbereich erweitert werden, in Hittfeld sollen durch einen Umbau in der Kita "Am Redder" 15 neue Krippenplätze entstehen. Bei beiden Bauvorhaben geht die Gemeinde Kompromisse ein, dennoch wurden sie einstimmig von den Ausschussmitgliedern durchgewunken.
Das größte Problem in Ramelsloh ist die Standortwahl. Auf dem Gelände der örtlichen Kita bzw. der angrenzenden Grundschule bestünde keine Möglichkeit zur Kapazitätserweiterung, so Ingo Knedel. Auf der Suche nach einer ausreichend großen Fläche in Gemeindeeigentum blieb letztlich nur ein Bereich an der Ohlendorfer Straße neben der Sporthalle des MTV Ramelsloh übrig. "Ein Vorteil ist, dass hier auch Parkplätze zur Verfügung stehen, lediglich die Einfahrt müsste etwas verbreitert werden", sagte Ingo Knedel. Allerdings hat die Gemeinde für diesen Bereich derzeit kein Baurecht, eine Bauvoranfrage an den Landkreis wäre der erste Schritt, das zu ändern. Das Gebäude könnte in Holzrahmenbauweise entstehen, was eher zeitliche als finanzielle Vorteile birgt. "Im Idealfall sollten Kita und Krippe 2017 in Betrieb gehen", so Knedel. Die Kosten für diese Variante liegen bei insgesamt 800.000 Euro, für das kommende Jahr sollen zunächst einmal Planungskosten in Höhe von 50.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.
Die Kita "Am Redder" in Hittfeld sollte im Zuge des Kita-Neubaus an der Ecke Lindhorster Straße und Eichendorffstraße eigentlich mittelfristig aufgegeben werden. Stattdessen wird sie jetzt umgebaut, um Platz für eine neue Krippengruppe zu schaffen. Die Kosten für die Maßnahme liegen bei rund 170.000 Euro, wobei der überwiegende Teil durch Landesmittel gedeckt werden könnte. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Antrag hierfür bis Ende März kommendes Jahr gestellt wird. "Das ist ein Kompromiss, aber es erscheint sinnvoll, hier mit überschaubaren Kosten eine Krippengruppe einzurichten", sagt dazu Walter Schulz (CDU). Diese Meinung teilten die übrigen Ausschussmitglieder.
• Für Kämmerer Josef Brand gab es auch noch eine gute Meldung aus dem Bereich Gebäudewirtschaft: Der im Haushalt 2016 ursprünglich mit 506.000 Euro bezifferte Posten für die Sanierung der Burg Seevetal wird auf 106.000 Euro zurückgefahren. Zunächst soll jetzt ermittelt werden, welche Maßnahmen überhaupt ergriffen werden müssen. Spätestens im März soll eine Liste vorliegen, die dann in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe beraten werden soll. "Wir begrüßen das ausdrücklich, die ursprünglich eingestellte Summe erschien uns etwas zu hoch", so Heiner Steeneck (SPD).
Der neue Haushaltsansatz verschafft Kämmerer Brand etwas Luft. Dennoch wurde auf der Ausschusssitzung deutlich, dass kein Grund zu leichtsinnigen Investitionen besteht. Selbst kleinere Posten, wie der Bau einer Boule-Bahn am Dorfhaus Maschen, wurden kritisch geprüft. Für letztere werden nun 3.000 Euro in den Haushalt eingestellt.