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Keine Stahlbearbeitung in Stelle

Die Erweiterung der Biogasanlage verzögert sich erneut
thl. Stelle. Die "Deutsche Derustit" darf sich nicht im Steller Gewerbegebiet Fachenfelde ansiedeln. Der Verwaltungsausschuss (VA) der Gemeinde wischte ein entsprechendes Ansinnen des Unternehmens endgültig vom Tisch. Allerdings "nur" mit Stimmen von SPD, BIGS und Grüne. Ob damit allerdings wirklich das letzte Wort gesprochen ist, darf bezweifelt werden. Denn das Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg hat in einer Vorprüfung eine grundsätzliche Ansiedlung des Unternehmens positiv beschieden, weil es keine erheblichen Umweltbelastungen erwartet und kann nun das Einvernehmen der Gemeinde ersetzen.
Die "Deutsche Derustit" ist ein Fachbetrieb für die Oberflächenbehandlung von Stahl und Edelstahl. Dafür wird von der Firma sogenannte Flusssäure eingesetzt, die schwerste Verätzungen verursachen kann. Gutachten hätten allerdings schon ergeben, dass der Wert der freigesetzten Säure den gesetzlichen Grenzwert um ein Vielfaches unterschreitet.
Diesen Gutachten schenkt die Mehrheitsgruppe im Gemeinderat aber keinen Glauben. Allen voran SPD-Urgestein Jürgen Neubauer, der nach Aussage des Unternehmens "wissentlich falsche Informationen verbreitet, um die Ansiedlung zu verhindern".
Die gleiche Einstellung fährt die Mehrheitsgruppe beim Thema "Erweiterung der Biogasanlage an der Lohchaussee". Die Betreiber - die Landwirt Heiko Rehwinkel und Peter Meyer - hatten vom Verwaltungsgericht Lüneburg die von der Gemeinde versagte Baugenehmigung erhalten, nachdem das Gewerbeaufsichtsamt das Einvernehmen der Kommune ersetzt hatte. Doch SPD, BIGS und Grüne wollen sich damit nicht abfinden und beschlossen im VA mehrheitlich, dass die Gemeinde gegen die Gerichtsentscheidung Berufung einlegen soll.
Sehr zum Ärger der beiden Landwirte, die nun noch länger auf die für sie dringend notwendige Erweiterung warten müssen. Aber auch für die Gemeinde kann die VA-Entscheidung zum Ärgernis werden. Denn neben hohen Anwalts- und Gerichtskosten stehen u.a. nach Abschluss des Verfahrens auch Regressansprüche der Betreiber ins Haus.