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Planungen vorangetrieben

So könnte die neue Sporthalle am Ilmer Barg aussehen (Foto: Stadt Winsen)

Winsen: Neue Dreifeld-Sporthalle der Schule am Ilmer Barg soll am alten Standort entstehen

thl. Winsen. Nachdem im Oktober vergangenen Jahres die Sporthalle der Schule am Ilmer Barg durch einen Brand vollkommen zerstört wurde (das WOCHENBLATT berichtete), hat die Stadt die Planung für einen Hallenneubau vorangetrieben und will jetzt am Standort der ehemaligen Halle eine Dreifeld-Sporthalle realisieren. Für diesen Bereich ist eine Anpassung des Flächennutzungsplanes oder die Ausweisung eines Bebauungsplanes nicht erforderlich. Eine Umsetzung der Maßnahme auf den ursprünglich für den Sporthallenneubau vorgesehenen Standortvarianten werde daher für nicht mehr sinnvoll erachtet, heißt es aus dem Rathaus.
Durch den Neubau der Sporthalle am vorstehenden Standort wird ein Teil der südlich gelegenen Stellplatzanlage überbaut, da die geplante Halle das doppelte Bauvolumen gegenüber der ehemaligen hat. Um eine Reduzierung der Pkw-Stellplätze zu vermeiden, muss die Stellplatzanlage neu geplant und hergestellt werden. Die Kosten dafür betragen ca. 100.000 Euro.
"Die Verwaltung empfiehlt den Neubau der geplanten Dreifeld-Sporthalle am vorstehenden Standort sowie die Erneuerung der Pkw-Stellplatzanlage in der Erwartung, dass die VGH Versicherung den Versicherungswert der durch Feuer zerstörten Halle zum Neuwert erstattet", heißt es in einer Vorlage für den Fachausschuss, der am morgigen Donnerstag, 22. Februar, tagt. Ob sich die Erwartung der Verwaltung in Sachen VGH allerdings erfüllt, ist derzeit noch offen.
Die aktuelle Planung der Dreifeld-Sporthalle orientiert sich hinsichtlich der Grundrissgestaltung an der 2002 errichteten Schulsporthalle in Pattensen. Im mittlerweile 15-jährigen Sportbetrieb habe sich die offene und transparente Raumaufteilung als vorteilhaft erwiesen, heißt es.
Der Nutzungsschwerpunkt der geplanten Dreifeld-Halle liegt im Schulsport. Auch Belange der Vereine sind im Rahmen der Planung berücksichtigt worden. So wurden die Geräteräume ausreichend dimensioniert, um Vereinssportgeräte wie z. B. Röhnräder unterzubringen.
Des Weiteren fand ein Abstimmungsgespräch mit der Schulleitung der Schule "An Boerns Soll" statt, um die besonderen Anforderungen der Schüler dieser Schule (Kinder mit zum Teil erheblichem körperlichem Handicap) in ausreichendem Maße zu berücksichtigen. Die Schule betreibt am Ilmer Barg eine Aussenstelle. Mehrkosten, die sich hierdurch beim Bau der Halle sowie bei der Ausstattung ergeben, sollen durch den Landkreis Harburg getragen werden. Hinsichtlich der Nutzung der Sporthalle für den kooperativen Sportunterricht an drei bis fünf Tagen in der Woche, sind weitere Gespräche mit dem Landkreis geplant, um eine nutzungsorientierte prozentuale Beteiligung an den Baukosten oder ein angemessenes Nutzungsentgelt abzustimmen.
Ähnlich der Schulsporthalle in Pattensen, lassen sich im offenen Flurbereich mit geringem Aufwand ca. 130 Zuschauerplätze herstellen.
Zur Buskehre und den Bushaltestellen orientiert ist ein Vordach geplant, um Schülern, die auf den Bus warten, einen Witterungsschutz zu bieten. Der ehemalige Unterstand im Bereich der Bushaltestellen musste im Rahmen der letzten Schulerweiterung abgebrochen werden.
Insgesamt will die Stadt rund 4,9 Millionen Euro in den Neubau investieren, zzgl. etwa 100.000 Euro für Pkw-Stellplätze.