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Radweg als Gefahrenquelle

Olga Bock fährt auf dem Radweg, neben ihr ein Auto. Parkt jetzt ein Pkw aus und übersieht sie, hat die Frau keine Chance
thl. Winsen. "Es ist schon Widerspruch. Die CDU will die Kreuzung Schirwindter Straße/Osttangente mit einer Ampel für Fußgänger und Radfahrer sicherer gestalten. Und im Gegenzug wird in der Bürgerweide ein neuer Radweg gebaut, der - genau wie der alte - zwischen parkenden Autos und der Fahrbahn entlang läuft", sagt Olga Bock aus Winsen. Diese Art der Bauausführung sei längst überholt, da sie für Radler zu gefährlich sei.
In der Tat: Beim Ortstermin wird Olga Bock fast vom Fahrrad gerammt, weil ein Autofahrer, der rückwärts aus einer Lücke heraus will, sie schlicht übersieht. "So etwas passiert hier öfter", sagte Bock aus Erfahrung. "Denn hier parken auch viele Fahranfänger, die das Gymnasium besuchen und denen die Erfahrung für solche Situationen fehlt." Übersieht ein Ausparker einen Radler und zeitgleich fährt ein Pkw auf der Fahrbahn, bleibt dem Zweiradfahrer nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera - ganz nach dem Motto "Ich suche mir jetzt aus, wer mich umfährt".
Überhaupt hätte sich nach Olga Bocks Ansicht die Stadt "diesen Schildbürgerstreich" sparen können. "In der Bürgerweide besteht keine Radwegebenutzungspflicht. Das bedeutet, dass Radler auf der Straße fahren dürfen, wo sie nach wissenschaftlichen Untersuchungen am sichersten sind", erklärt Bock und fragt: "Wann wird das in Winsen mal berücksichtigt?"