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"Wölfe kontrolliert bejagen"

Wendelin Schmücker
thl. Winsen. "In Sachen Wolf wird die Öffentlichkeit durch falsche Informationen ruhig gestellt. Es hieß, der Wolf sei extrem scheu und hielte sich von Siedlungen fern. Der normale Bürger würde ihm wahrscheinlich nie begegnen", sagt Wendelin Schmücker, Berufsschäfer aus Winsen und Sprecher der niedersächsischen Berufsschäfer. "Die Erfahrung aber lehrt: Gibt es für den Wolf keine Gefahr, weil er unter Schutz steht, lernt er sehr schnell, sich auch tagsüber frei zu bewegen und des Menschen Nähe zu suchen, weil es bequemer ist, sich am Weidevieh zu bedienen als Energie zum Jagen von Wild zu verschwenden." Dieses habe sich in jüngster Vergangenheit, auch in dieser Region, immer wieder gezeigt.
Ein Wolf, der die Dorfstraße entlang spaziert. Ein weiterer Artgenosse, der direkt am Gartenzaun auftaucht. Und noch einer, der sich an einer Bushaltestelle nach dem Rechten umschaut. Immer wieder werde von Wolfsbeobachtungen innerhalb von Ortschaften berichtet. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis etwas Schlimmes passiere. Denn der Verlust der Scheu vor den Manschen sei offenbar ein Lerneffekt und wird dann von den Eltern an ihre Jungtiere weiter gegeben.
"Der Mythos vom harmlosen Wolf beruht auf Erfahrungen in Ländern, in denen das Raubtier stark bejagt wird", so Schmücker. Deswegen fordert auch er von der Politik, dass sie eine kontrollierte Bejagung des Wolfes genehmigt, um den Bestand im vertretbaren kleinen Rahmen zu halten. "Nur so gewinnen die Tiere ihre Scheu vor Menschen wieder. Nur so ist ein Auskommen mit den Graupelzen möglich", so Schmücker.