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Grünes Licht für "Tivoli"-Abriss: Entscheidungen des Winsener Verwaltungsausschusses

Das "Ahlers Tivoli" soll durch einen Neubau ersetzt werden (Foto: thl)
ce. Winsen. Gebietsverkäufe für künftige Gewerbeansiedlungen bzw. -erweiterungen empfahl der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Winsen in seiner jüngsten Sitzung. Einen Umzug von Lüneburg nach Winsen plant die Firma Krauss Tools. Sie möchte im ersten Bauabschnitt des Gewerbegebietes Luhdorf an der Porschestraße eine 1.337 Quadratmeter große Fläche erwerben. Krauss Tools beschäftigt fünf Mitarbeiter, durch den Umzug würden bis zu zwei neue Jobs dazukommen. Die Firma verkauft Werkstattausrüstungen für den Lackier- und Karosseriebereich. Auch die Firma Gazeley will Flächen im Gewerbegebiet kaufen. Sie braucht für ihre künftige Mieterin noch 8.300 Quadratmeter für etwa 400 weitere Mitarbeiter-Stellplätze. Diese Verkäufe hat der VA befürwortet.
• In der Bahnhofstraße soll das „Ahlers Tivoli“ auf der Ecke Bahnhofstraße/Gummiweg durch einen Neubau ersetzt werden (das WOCHENBLATT berichtete). Ein Investor plant hier sogenanntes Servicewohnen mit 43 Wohnungen. Der VA hat grünes Licht für das Projekt gegeben. Beim Bau könne auf die im Bebauungsplan noch festgesetzten Arkaden verzichtet werden. Die beantragte Reduzierung der Stellplätze machten die Politiker allerdings von der Verpflichtung des Bauherrn abhängig, erhaltenswerte Bäume auf dem Grundstück zu belassen und nachweislich marode Bäume nach ihrer Beseitigung angemessen zu ersetzen.
• Nachdem ein Interessent seine Bewerbung für ein städtisches Baugrundstück im Baugebiet Habichtshorst wieder zurückgezogen hat, wird der Bauplatz jetzt an eine andere Familie aus Winsen verkauft. Damit verfügt die Stadt derzeit über keine eigenen Baugrundstücke mehr, erst im nächsten Jahr können womöglich wieder einige angeboten werden. Der VA beschloss auch einen Grundstücksankauf beschlossen. Dabei handelt es sich um ein rund 5.000 Quadratmeter großes Gelände in Sangenstedt, bebaut mit einem Einfamilienhaus und einem ehemaligen landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude.
• Der Bau des Winsener Parkhauses ist fast vollendet, es muss noch der Anschluss an das öffentliche Straßennetz über die Straße „An der Kleinbahn“ hergestellt werden. Für diese Arbeiten reichte die Firma Wilhelm Schmidt aus Stelle mit rund 64.000 Euro das wirtschaftlichste Angebot ein. Auch über die Höhe der Nutzungsentgelte für das Pkw- und das Fahrrad-Parkhaus beriet der VA. Er empfahl, die Gebühren wie folgt festzulegen: Im Jahr sind 290 Euro für einen Pkw und 60 Euro für ein Fahrrad zu zahlen, im Monat 30 Euro für einen Pkw und 6 Euro für ein Fahrrad. Pro Tag werden 3 Euro für den Pkw und 1 Euro für das Fahrrad fällig.
• Die Radverkehrsführung in der Hamburger Straße von der Kreuzung Altstadtring bis zum Kreisel am Ortsausgang, an der Kreuzung Altstadtring/Hamburger Straße/Deichstraße/Hoopter Straße und im Altstadtring zwischen Tönnhäuser Weg bis zur
Kreuzung Altstadtring/Hamburger Straße/Deichstraße/Hoopter Straße (Wehrmann’s Eck) soll mit dem zuständigen Straßenbaulastträger erörtert werden. Der Antrag, Schutzstreifen im Altstadtring und im Tönnhäuser Weg stadtauswärts zu markieren sowie die Radwegebenutzungspflicht hier aufzuheben, fand im Ausschuss allerdings keine Mehrheit. Abschließend soll über beide Anliegen der Rat entscheiden.
• Für das Baugebiet Roddauweg in Rottorf wurden die Anregungen und Bedenken aus dem Beteiligungsverfahren abgewogen, der Verwaltungsausschuss hat grünes Licht für die Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan gegeben. Die Planung von Windenergieanlagen im Außenbereich von Winsen ist einen Schritt weitergekommen: Der Ausschuss hat die 41. Änderung des Flächennutzungsplans und die betroffenen Bebauungspläne empfohlen. Zu den Planungen hat der Rat am 20. Oktober das letzte Wort.
• Der Dorfentwicklungsplan für die Dorfregion Winsener Marsch, der unter reger Beteiligung der Bürger aus Hoopte, Stöckte, Laßrönne und Tönnhausen erarbeitet
wurde, ist dem Rat zur Beschlussfassung empfohlen worden. Gleiches gilt für den Gebührensatz, der für die Ableitung von Oberflächenwasser in die zentrale Niederschlagswasserbeseitigungsanlage der Stadt anfällt. Er bleibt auch 2017 bei 18 Cent je Quadratmeter bebaute und befestigte Grundstücksfläche.
• Änderungen soll es künftig bei der Aufwandsentschädigung für Ratsmitglieder und nicht dem Rat angehörende Ausschussmitglieder geben. Die Beträge waren zuletzt vor mehr als zehn Jahren neu festgesetzt worden. Künftig bekommen die Ratsmitglieder die Laptops für die ehrenamtliche Arbeit nicht mehr von der Stadt zur Verfügung gestellt, sondern beschaffen sich eigene Geräte, für die sie einen einmaligen Investitionszuschuss oder eine monatliche Aufwandsbeteiligung erhalten.