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Machtkampf um Millionen-Geschäft

Hinter der Sammlung von Altkleidern steckt offenbar ein Millionen-Geschäft - hier ein Symbolfoto (Foto: archiv)

Konkurrierende Altkleidersammler greifen schon zur Waffe

(thl). Entbrennt um die Sammlung von Altkleidern jetzt ein Machtkampf zwischen konkurrierenden Firmen? Am Freitag vergangener Woche kam es in Buchholz zum verbalen Streit zwischen Sammlern, der von der Polizei geschlichtet werden musste. Und genau diese Kleidersammler trafen am Montag in Fleestedt erneut aufeinander. Diesmal zog einer der Männer eine Schreckschusspistole und ballerte damit auf seinen Kontrahenten, der dabei verletzt wurde (das WOCHENBLATT berichtete).
Was steckt hinter diesen Vorfällen? Die Firmen, die durch Handzettel-Einwurf in die Hausbriefkästen oder die Verteilung von Wäschekörben für ihre Sammlungen werben, wollen nicht mit der Presse sprechen. Insider wollen aber wissen, dass hinter der Altkleidersammlung ein Millionen-Geschäft steckt. Deshalb kommt es auch immer wieder vor, dass dubiose Firmen ihre Sammelcontainer illegal aufstellen, heißt es. Nur ein Teil der gesammelten Altkleider wird tatsächlich geschreddert und wiederverwertet. Denn dafür gibt es nur einen geringen Cent-Betrag pro Kilogramm. Das große Geld wird anders verdient: In den Sammelfirmen sortieren Arbeiter die eingehenden Textilien. Der Großteil davon wird verpackt und nach Afrika verschifft, wo sie auf Märkten verkauft werden. Und genau um dieses Geschäft dreht sich der lukrative (Macht-)Kampf um die Altkleidersäcke.