Für Gemeinde, Samtgemeinde und Kreistag
Jörn Stoffregen aus Drage kandidiert bei Kommunalwahl für Freie Wähler
- Jörn Stoffregen engagiert sich bei den Freien Wählern in der Elbmarsch
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„Ich möchte alte Strukturen aufbrechen und die Infrastruktur vor Ort effektiv verbessern“, sagt Jörn Stoffregen (64) aus Drage. Bei der Kommunalwahl am 13. September tritt er für die Freie Wählergemeinschaft Elbmarsch (FW) an. Besonders wichtig sind ihm Infrastruktur, wohnortnahe Versorgung und Bürgerbeteiligung.
„Die Samtgemeinde Elbmarsch ist räumlich weitläufig, und in vielen Ortschaften gibt es kaum Infrastruktur. Mit Blick auf eine älter werdende Gesellschaft müssen wir deshalb Lösungen finden – auch für Menschen, die nicht selbstverständlich auf ein Auto zurückgreifen können“, sagt Stoffregen.
Seit mehreren Jahren engagiert er sich kommunalpolitisch. Als Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Drager Gemeinderat möchte er angestoßene Projekte weiter voranbringen. Dazu gehört die Entwicklung der Binnenmarsch. Gemeinsam mit Ratsfrau Marlies Mohrmann setzte er sich dafür ein, den ins Stocken geratenen Dorfentwicklungsprozess wieder aufzunehmen. Im Rahmen des 2022 gestarteten und von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Projekts „Miteinander reden“ moderierte Stoffregen Gesprächsrunden und Veranstaltungen in Hunden, Mover und Fahrenholz. 2024 wurde auch die Binnenmarsch als Dorfregion „Untere Ilmenau“ in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen.
„Das zeigt, was möglich ist, wenn Bürger sich einbringen und gemeinsam anpacken“, sagt Stoffregen. Er möchte deshalb mehr Menschen dafür gewinnen, sich politisch zu beteiligen und zu verstehen, wie Entscheidungen in den drei Mitgliedsgemeinden, der Samtgemeinde und auf Kreisebene zustande kommen.
Auch „Meyns Hof West“ in Stove ist ein Anliegen der Freien Wähler. Die Fraktion setzt sich dafür ein, bei der weiteren Planung die Bedarfe älterer sowie in ihrer Mobilität oder Selbstständigkeit eingeschränkter Menschen zu berücksichtigen, etwa durch barrierefreie und altersgerechte Wohnangebote.
Bei der ehemaligen Grundschule Drennhausen brachte die FW bereits im September 2024 konkrete Vorstellungen ein. Ihr Antrag sah ein Mehrgenerationenhaus mit Räumen für Vereine und Initiativen, Treffen, Kurse und weitere Angebote vor; auch das Gemeindebüro sollte dort Platz finden. Bürger sollten beteiligt werden. Heute finden sich genau diese Ideen in der alten Schule wieder, auch das Gemeindebüro ist dort untergebracht. „Es wird manchmal vergessen, wer diese Ideen ursprünglich auf den Weg gebracht hat“, sagt Stoffregen.
Der Erhalt der Schule war auch ein Anliegen der heutigen Bürgermeisterin Silke Rocholl-Zube, die sich bereits in der Elterninitiative engagierte. Dennoch wurde der Schulstandort 2024 geschlossen. Für Stoffregen zeigt sich daran: „Entscheidend ist, dass man rechtzeitig konkrete Lösungen entwickelt, sie vorantreibt und am Ende auch umsetzt.“
Mit Blick auf die Politikverdrossenheit betont Stoffregen die Unabhängigkeit der FW: „Bei uns gibt es keinen Parteiüberbau. Wir entscheiden danach, was für die Menschen vor Ort, unsere drei Mitgliedsgemeinden und die Samtgemeinde Elbmarsch richtig ist.“ Die politische Arbeit werde aus eigenen Mitteln getragen. „Wir wollen zuhören, ansprechbar sein und wissen, was die Menschen bewegt.“ Von leeren Wahlversprechen hält er wenig: „Wir wollen an dem gemessen werden, was wir tatsächlich bewegen.“
Auch abseits der Politik engagiert sich Stoffregen für die Region. Seit 2022 unterstützte und förderte er nach eigenen Angaben mehr als ein Dutzend Vereine und Institutionen mit insgesamt mehr als 60.000 Euro, darunter Feuerwehren und Jugendwehren, den Förderverein Binnenmarsch mit 2.500 Euro für Naturschutzprojekte sowie den Schulverein der Elbdeich-Grundschule Drage mit 3.000 Euro.
Für die Kommunalwahl am 13. September hofft Stoffregen auf eine hohe Wahlbeteiligung: „Ich appelliere an alle, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Demokratie bedeutet auch, genau hinzuschauen, wem wir Verantwortung übertragen. Parteizugehörigkeit spielt dabei eine Rolle, aber auch der Mensch dahinter. Es gibt Menschen, die Macht über Verantwortung stellen und den Bürgern lieber das sagen, was sie hören wollen. Gute Politik heißt aber nicht, es allen recht zu machen. Manchmal müssen Entscheidungen getroffen werden, die nicht jedem gefallen. Entscheidend ist, ehrlich zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und zu seinen Entscheidungen zu stehen.“
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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