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Bushäuschen als Treffpunkt: "Wir wurden sogar bedroht"

Nico, Tjarven, Lukas, Henning Grote (Firma Zeyn), Lilly, Michael Cramm und Walter Mohrmann (Gemeinde Tespe) vor dem Bushäuschen in Tespe
bs. Tespe. "Überall wo wir uns getroffen haben, wurden wir weggeschickt. Einige von uns wurden sogar bedroht", erzählt Nico (11) aus Tespe. Ein Umstand, den die Gemeinde Tespe nicht länger akzeptieren wollte. Eine pragmatische Lösung musste her und kurzerhand stellte die Gemeinde ein ausgedientes Bushäuschen auf dem Areal des örtlichen Sportplatzes zwischen Feuerwehr, Vereinsheim und Gemeindebüro in der Straße „Am Schwimmbad" auf. "Hier haben die Kids ein Dach über dem Kopf, stören niemanden und können auch mal etwas lauter sein. Da aufgrund des Betriebes aber auch immer jemand vor Ort ist, kann hier andererseits wenig passieren", erklärt Tespes Bürgermeiter Michael Cramm die Wahl des neuen Treffpunktes für Jugendliche.
Das aktuell noch recht kahl wirkende Häuschen wurde bereits von der Gemeinde mit W-LAN ausgestattet, außerdem ist eine Solarbeleuchtung geplant. "Alle weiteren Maßnahmen sollen zusammen mit den Jugendlichen entwickelt werden. Wir als Gemeinde prüfen dann die Durchführbarkeit", erzählt Cramm weiter. So sei eine Erweiterung des Bereichs um einen kleinen Basketball-Platz oder eine Wand, an der sich die Jugendlichen kreativ mit Spraydosen ausleben können, denkbar, ergänzt der Bürgermeister.
"Wir brauchen Farbe, Bänke und einen Tisch. Vielleicht etwas zum Wärmen", finden Nico, Lucas (13), Tjarven (13) und Lilly (13), die sich bereits regelmäßig mit ihren Freunden im Häuschen treffen. Gut finden die Jugendlichen, dass sie hier nicht mehr verjagt werden können. "Endlich haben wir einen eigenen Platz ganz für uns, das ist richtig cool", sind sich die Freunde einig.