Familien aus Wedel warten schon seit Jahren
Wo bleibt der Spielplatz?

In Wedel wohnen viele Familien mit Kindern, die sich einen Spielplatz wünschen. Auch die 
Bewohner der Pflegeeinrichtung Utspann könnten von einem  Dorftreffpunkt profitieren
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    Bewohner der Pflegeeinrichtung Utspann könnten von einem Dorftreffpunkt profitieren
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  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Wedel. Darüber, dass sich die Kinder aus Wedel in der Gemeinde Fredenbeck einen Spielplatz in ihrem Ort wünschen, hat das WOCHENBLATT bereits vor rund acht Jahren berichtet. Doch obwohl inzwischen sogar ein neues Baugebiet entstanden ist, gibt es immer noch keinen Spielplatz im Ort.
"Dabei leben hier so viele Kinder, die einen Spielplatz nutzen würden", sagt Janina Pauluschke. Die Mutter von vier Kindern hatte bereits vor acht Jahren zahlreiche Eltern mit Hilfe von Flugblättern dafür mobilisiert, sich öffentlich für einen Spielplatz einzusetzen. Auf den Ratssitzungen und anderen Treffen der Dorfgemeinschaft sei das Thema in den vergangenen Jahren auch immer wieder angesprochen worden - ohne erkennbare Ergebnisse.
Dabei könnten nicht nur die Kinder von einem zentralen Platz im Dorf profitieren. Auch die an Demenz erkrankten Bewohner der Pflegeeinrichtung Utspann würden sich über ein Angebot an Geräten und Sitzgelegenheiten freuen, ist sich Utspann-Betreiberin und Mutter Theresa Kahlich sicher.
Eine Fläche für einen solchen Mehrgenerationen-Treffpunkt gibt es bereits. Dabei handelt es sich um ein insgesamt ca. 1.500 Quadratmeter großes Wäldchen, dass am Lünenspecker Weg in unmittelbarer Nähe zum Utspann und in fußläufiger Entfernung sowohl zum Neubaugebiet als auch zum alten Dorfkern liegt.
"Kürzlich war bereits ein Planer vor Ort, um sich das Grundstück anzugucken", berichtet Fredenbecks Bürgermeister Uli Schumacher auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Auch die benötigten Mittel seien im Haushalt enthalten. Die einzige Hürde, die es noch zu überwinden gelte, sei die Tatsche, dass es sich bei dem Areal um ein so genanntes Biotop mittlerer Bedeutung handele, weil dort naturnahes Feldgehölz vorhanden sei. Der Landkreis müsste also seine Zustimmung geben.
Es sei nicht einfach gewesen, überhaupt ein geeignetes Grundstück für einen Spielplatz zu finden, so Schumacher. So sei der gemeindeeigene Bolzplatz zu weit außerhalb, eine Fläche am Schießstand komme aufgrund der Landkreis-Auflagen nicht infrage. Eine große Fläche in der Ortsmitte befinde sich im Privatbesitz und der Eigentümer sei nicht bereit, das Grundstück an die Gemeinde zu verkaufen.
Die Gemeinde will nun einen Entwurf für einen naturnah gestalteten Platz für alle Generationen und mit Rastmöglichkeiten für Fahrradfahrer entwickeln. Eines sei jetzt schon sicher, sagt Schumacher. Edelstahl-Geräte werden man auf dem neuen Platz nicht finden. Als Vorbild sollen die Spielplätze der Kita in Deinste und der Kita "Haus für Kinder" in Fredenbeck dienen.
Wann genau die erste Schaukel schwingt, steht aber noch nicht fest.

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