Feuerwehr simulierte bei Großübung im Gewerbegebiet in Mienenbüttel den Ernstfall
Die Kommunikation stand an erster Stelle

Das Szenario: Aus dem Gebäude dringt Rauch, Menschen sind von dem Feuer eingeschlossen
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os. Mienenbüttel. Reichlich zu tun hatten die rund 140 Feuerwehrmänner und -frauen am vergangenen Samstagvormittag bei einer Übung auf dem Gelände der Firma Rhenus Logistics im Gewerbegebiet Mienenbüttel in Sichtweite zur A1. Vor allem das Thema Kommunikation und Nachalarmierung stand dabei im Mittelpunkt. Zudem diente die Übung dazu, auf dem weitläufigen Areal Ortskenntnisse zu erlangen.
Das Szenario: In der riesigen Logistikhalle von Rhenus ist ein Feuer ausgebrochen, Menschen werden in dem Gebäude vermisst. Die ersten Einsatzkräfte aus Rade, Neu Wulmstorf und Elstorf sind nach wenigen Minuten vor Ort, zunächst muss sich der Einsatzleiter, stv. Kreisbrandmeister Torsten Lorenzen, Zugang zu dem Schlüssel des abgesperrten Eingangstores verschaffen. Nachdem das Ausmaß der Lage deutlich wird, werden zeitig weitere Einsatzkräfte der Kreisbereitschaft und der Brandbekämpfungszüge 2 und 3 hinzualarmiert. Atemschutzträger rücken in das mit künstlichem Rauch vernebelte Gebäude vor und retten die ersten Mitarbeiter. Über eine Drehleiter wird auch das Dach der Rhenus-Halle gekühlt.
Besonders wichtig wird die Kommunikation, als wenig später ein "Unfall" auf der Rückseite der Logistikhalle bekannt wird. Dabei ist ein Lkw mit einem Pkw zusammengestoßen - in dem Auto sind vier Personen eingeklemmt, zudem ist der Lkw-Fahrer verletzt. Der Fachzug "Technische Hilfeleistung" wird nachalarmiert, u.a. mit Kräften aus Salzhausen und Winsen-Borstel. In vorbildlicher Teamarbeit befreien die Einsatzkräfte den Lkw-Fahrer aus dem Führerhaus und die "Verletzten" aus dem völlig deformierten Auto. Dabei kommt auch schweres Schneidegerät zum Einsatz.
Damit die Folgen des "Unfalls" so realistisch wie möglich aussehen, war die DLRG, Bezirk Nordheide, mit "RUND" vor Ort - der "Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung". Die Statisten der DLRG erhielten so eine riesige Platzwunde am Kopf und einen offenen Unterarmbruch. Nach rund drei Stunden war die Übung beendet.
Das Fazit der Übung fiel weitgehend positiv aus. Alle Übungsziele seien erreicht worden, erklärte Feuerwehrsprecher Mathias Wille. Vereinzelt aufgetretene Mängel insbesondere in der Kommunikation müssten jedoch aufgearbeitet und abgestellt werden.

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