Neue Dauerausstellung im Mühlenmuseum Moisburg zeigt die 150-jährige Geschichte des Mühlenbaubetriebs Pätzmann aus Winsen
Handwerkskunst mit Wind und Wasser

Obermeister Jan Jürgens (li.) und Heidi Kluth, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Stade, ehrten Olaf Rieck, Geschäftsführer der Pätzmann GmbH
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  • Obermeister Jan Jürgens (li.) und Heidi Kluth, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Stade, ehrten Olaf Rieck, Geschäftsführer der Pätzmann GmbH
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as. Moisburg. Ob Wasserrad, Windmühlenflügel, Königswellen, Mahlgänge oder Sägewerke - seit 150 Jahren wird all das vom Mühlenbaubetrieb Pätzmann aus Winsen hergestellt, eingebaut, repariert und gewartet. Der spannenden Geschichte des Betriebes widmet das Mühlenmuseum Moisburg jetzt eine Sonderausstellung: In "Wind und Wasser ist unsere Handwerkskunst. 150 Jahre Mühlenbaubetrieb Pätzmann aus Winsen" gibt das Museum den Besuchern einen Einblick in die Kunst des Mühlenbaus.
Die Aufgaben eines Mühlenbauers zeugen von handwerklichem Geschick. Er musste nicht nur den Holzbau beherrschen, um Holzverbindungen unterschiedlichster Art herstellen zu können, sondern auch mit Hebewerkzeugen umgehen können. Das Schmieden und die Metallverarbeitung waren ebenfalls Teil der Mühlenbauerausbildung. In der Sonderausstellung sehen die Besucher verschiedene historische Werkzeuge und Baupläne sowie Zeichnungen der Mühlenbauanstalt Pätzmann, die einen Einblick in diese vielfältige Arbeit vermitteln.
1869 gründete Jürgen Friedrich Wilhelm Pätzmann die "Mühlenbauanstalt Pätzmann". Der Bau von Wind- und Wassermühlen gehörte von Beginn an zum Programm, schnell kamen auch Sägegatter und hölzerne Göpel dazu. Sein Sohn Heinrich Wilhelm Christian Pätzmann baute den elterlichen Betrieb weiter aus, auch den Einbau von Francis-Turbinen aus den USA sowie den Bau von Fein- und Gewerbemühlen bot Pätzmann Anfang des 20. Jahrhunderts an. In dritter Generation führte Wilhelm Robert Bernhard Pätzmann den Familienbetrieb über die Zeit des Zweiten Weltkriegs bis zum Jahr 1970. Er erlebte die Zeiten des Notbehelfs, aber auch die der vollen Auftragsbücher. Ab 1960 wurde die Produktpalette um den Bau von Siloanlagen für Getreidelagerung und -kühlung erweitert. 1970 übernahm Wilhelm Heinrich Pätzmann den Betrieb und leitete ihn 35 Jahre lang, bevor die Mühlenbau-Ära der Familie endete. Neben den klassischen Produkten kam ab 1985 ein neuer Betriebszweig hinzu: Das Restaurieren historischer Wind- und Wassermühlen. Auch die Moisburger Amtswassermühle wurde von der Winsener Firma renoviert und instand gesetzt.
• Die Ausstellung ist ab sofort im Mühlenmuseum Moisburg zu sehen. Das Museum hat samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist für Besucher unter 18 Jahren frei, Erwachsene zahlen drei Euro.

Obermeister Jan Jürgens (li.) und Heidi Kluth, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Braunschweig-Stade, ehrten Olaf Rieck, Geschäftsführer der Pätzmann GmbH
Beim Mühlenbau ist handwerkliches Geschick gefragt: Neben Holzbau, wie bei dem Bau dieser Windmühlenkappe, kommen auch Schmieden und Metallverarbeitung zum Einsatz

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