Die Schiene sturmsicher machen: Spektakuläre Baumfällarbeiten entlang der Bahntrasse
Tabula rasa mit Helikopter

Rund 50 Arbeiter waren mit den Baumfällarbeiten beschäftigt
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  • Foto: Deutsche Bahn
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Dollern/Agathenburg. Spektakuläre Bilder boten sich in den vergangenen Tagen entlang der Bahnstrecke zwischen Horneburg und Stade. Im Bereich Dollern und Agathenburg drehte ein Hubschrauber seine Runden und transportierte große Baumstämme aus dem Gleisbereich zu einem Parkplatz an der Bundesstraße 73, wo das Holz direkt zu Hackschnitzeln verarbeitet wurde.
Die Tabula rasa an den Gleisen fand im Rahmen der Verkehrssicherung und des Aktionsplans „Vegetation“ statt, den die Bahn bereits seit Anfang 2018 verfolgt. Wie berichtet, waren Forstarbeiter im Auftrag der Bahn schon damals am Bahnhof Dollern mit der Kettensäge vor Ort, um einige große Eschen und Erlen entlang der Gleise in Richtung Stade zu fällen. Insgesamt wurden damals zwischen Harburg und Stade unter Rücksprache mit Fachleuten und mit Unterstützung vom Landkreis Stade auf einer Strecke von 100 Kilometern rund 1.800 Bäume gefällt.
In den vergangenen Tagen waren rund 50 Mitarbeiter im Fälleinsatz. Der Helikopter, der von einer Firma aus Österreich gestellt wurde, kam zum Einsatz, da es sich bei den zu bearbeitenden Bereichen um Steilhänge handelt und der Abtransport der Bäume nicht anders realisiert werden konnte, so Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst. Der Hubschrauber kann Gewichte bis ca. 1.100 Kilogramm heben.
Potenzielle Habitatbäume seien bei den Arbeiten geschont bzw. erhalten worden, wenn sie keine Gefahr für den Bahnbetrieb darstellten. Auch einige der efeubewachsenen und jetzt gekappten toten Eichen bleiben stehen – zum Schutz der Fledermäuse. Es bestehe dabei nicht die Gefahr, dass die Eichen auf Gleise und Oberleitung fallen, so Brunkhorst.
Ansonsten sollen die betroffenen Bereiche mit strauchartigen Gehölzen aufgeforstet werden.
Bis Ende 2020 sollen dann die größten Gefahrenpunkte entlang der Strecke Harburg-Stade entschärft sein, so die Bahnsprecherin. Die DB reagiere mit diesen zusätzlichen Maßnahmen auf die immer häufiger auftretenden Extremwetterlagen. Ziel sei es, die Schiene sturmsicherer zu machen, damit künftig keine Züge mehr aufgrund von Bäumen auf den Gleisen ausfallen müssen.
Das Vegetationsmanagement der Bahn werde kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut. Die Experten würden bei der Umsetzung von Rückschnittsmaßnahmen natürlich auch den Belangen des Natur- und Artenschutzes Rechnung tragen.
Insgesamt stehen für das Vegetationsmanagement in den kommenden fünf Jahren 660 Millionen Euro zur Verfügung. Mehr als 1.000 Mitarbeiter sind bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen im Einsatz.

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