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Die Menschen zusammenführen

Lotta Klein (Foto: tp)

Nachgefragt: Kulturmanagerin Lotta Klein erzählt von ihren ersten Eindrücken in Kehdingen

sb. Freiburg. Was schätzt Lotta Klein (24), seit sechs Monaten Kulturmanagerin am Historischen Kornspeicher in Freiburg, an ihrer neuen Heimat? Wie ist ihr Kontakt zu Land und Leuten und was hat sie sich für die Zukunft vorgenommen? Das WOCHENBLATT hat die sympathische junge Frau um ein erstes Resümee gebeten.

WOCHENBLATT: Wie war Ihr erster Eindruck von Nordkehdingen und inwieweit hat sich dieser in den vergangenen sechs Monaten bestätigt?

Lotta Klein: Ich habe Nordkehdingen von Anfang an als sehr herzlich empfunden. Und dieser Eindruck ist geblieben - sowohl innerhalb als auch außerhalb des Kornspeichers. Trotzdem sehe ich auch die regionalen Schwierigkeiten. Die mangelnde Infrastruktur wirkt sich auf die Bewohner aus. Umso mehr möchte ich mit meiner Kulturarbeit dem Trend der zunehmenden Individualisierung etwas entgegen setzen.

WOCHENBLATT: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit in Ihrer neuen Heimat?

Lotta Klein: Aufgrund des neuen Arbeitsumfelds hat es etwas Zeit gedauert, bis ich mich auch privat einleben konnte. Inzwischen bin ich Mitglied in einem Bogensportverein, lasse mich gern von Freunden und Bekannten zum Segeln auf der Elbe einladen oder lese bei schönem Wetter am Elbstrand in Krautsand ein Buch aus der Bücherei in Freiburg. Auch trete ich bei Poetry Slams in der Region auf. Die Landschaft hingegen lerne ich noch kennen und verfahre mich immer wieder bei meinen Erkundungs-Touren mit dem Fahrrad.

WOCHENBLATT: Wie gefällt Ihnen Ihr neuer Arbeitsplatz? Wo geben Sie im Kornspeicher neue Impulse?

Lotta Klein: Mein Arbeitsplatz gefällt mir sehr gut, hier hat sich in großen Teilen mein Eindruck vom Anfang bestätigt. Bei vielen aktuellen Veranstaltungen setze ich die Arbeit meiner Vorgängerin Lena Raddatz, die ich in ihrer Elternzeit vertrete, fort. Aus meiner eigenen Feder stammt der kürzlich durchgeführte Poetry Slam. Und bei der Programmplanung für 2019 versuche ich, Impulse und Wünsche aus dem Verein und von unseren Mitmenschen aufzunehmen.

WOCHENBLATT: Was waren in den vergangenen sechs Monaten Ihre Lieblings-Events?

Lotta Klein: Ich freue mich immer über Veranstaltungen, bei denen die unterschiedlichsten Leute zusammenkommen – egal, ob das nun über international bekannte Künstler wie Echoes of Swing ist oder beim Kaffee während unserer Kunsthandwerkermärkte. Auch der Erfolg der Carrera-Bahn hat das bestätigt. Gerade wenn wir über die Strukturschwäche der Region sprechen, ist Soziokultur in meinen Augen wahnsinnig wichtig, um die Menschen zusammen zu bringen.

WOCHENBLATT: Was haben Sie sich für den Rest des Jahres in Nordkehdingen vorgenommen?

Lotta Klein: Neben den bereits geplanten Veranstaltungen beschäftigt mich aktuell insbesondere die Programmplanung für 2019. Obwohl die Zeit für mich dahinfliegt, habe ich mir vorgenommen, sie sowohl beruflich als auch privat bestmöglich zu genießen.
WOCHENBLATT: Gibt es schon Pläne für die Zeit nach Ihrer Elternzeitvertretung?
Lotta Klein: Dazu kann ich Ihnen leider noch nichts Konkretes sagen. Sicher ist, dass ich der Kulturarbeit in Norddeutschland treu bleiben werde.