Fußballer starten voller Optimismus in die neue Saison
FC Oste/Oldendorf: Freude auf erste Spiele

Die erste Herrenmannschaft in neuem Outfit
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  • Die erste Herrenmannschaft in neuem Outfit
  • Foto: FC Oste/Oldendorf
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sb. Estorf. Günter Baack steht vor dem verwaisten Sportplatz in Estorf: der Rasen des Liga-Platzes ist millimetergenau gemäht und erstrahlt in der Abendsonne in sattem Grün, die Linien sind satellitengesteuert gezeichnet, ein leichter Sommerwind lässt die rot-weißen Absperrbänder flattern und kaum erahnen, dass hier in wenigen Tagen nach einem Torjubel der heimischen Mannschaft die O/O-Vereinshymne ertönen soll. "Alles ist anders, aber es ist gut, dass wir einen Neustart wagen und es endlich wieder losgeht", so der erste Vorsitzende des FC Oste/Oldendorf.

Günter Baack ist zuversichtlich. Ende Februar 2020 wurde er nach mehr als zwölf Jahren wieder zum ersten Vorsitzenden gewählt, und startete - mit einer Pause. "Corona" sorgte nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt dafür, dass die Fußballwelt an der Oste und somit das Vereinsleben auf unbestimmte Zeit zum Erliegen kam. 

Nun, wenige Tage vor dem ersten Pflichtspiel seit Anfang März, ist alles vorbereitet, um in einen Corona-konformen Spielbetrieb mit Hygienekonzept zu starten. "Wir alle, Spieler, Trainer, Zuschauer, Freiwillige, Ehrenamtliche, Erwachsene wie Kinder sind gefordert, die Situation anzunehmen, wie sie ist. Aber gemeinsam und mit Vernunft werden wir uns an die Herausforderungen rund um den Spielbetrieb schnell gewöhnen." "Günter", so rufen hier alle ihren Boss, wirkt entspannt - wie auch schon vor der Pandemie.
Mit einem neuen Vorstandsteam wollte Günter Baack im Frühjahr 2020 durchstarten. Einige Posten wurden neu besetzt, beispielsweise steht ihm mit Patrick Gergen auch ein neuer zweiter Vorsitzender zur Seite. Zudem werden die fußballerischen Geschicke im Herrenbereich jetzt von den Fußball-Obleuten Jörg Hitzwebel und Gerd Wilhelmi geleitet, während der bisherige erste Vorsitzende Andreas Duhn nun als Leiter im Juniorenspielbetrieb fungiert. Zudem bekommt die Obfrau im Damen- und Mädchenbereich, Kristin Siems, Unterstützung von Claudia Mundt-Rapp. Die vergangenen Wochen waren im FC O/O geprägt von der Frage "Was dürfen wir, was ist erlaubt?". Wie überall im Amateurbereich sind die Anforderungen hoch.

Herren
"Aber wir können endlich wieder kicken", frohlocken Stefan Draack und Jörn Martens. Das Trainergespann geht in seine zweite Saison mit der ersten Herrenmannschaft in Bezirksliga IV. Die gespielte Halbserie der abgebrochenen Vorsaison war geprägt vom Abstiegskampf, erst kurz vor der Winterpause wurden wertvolle Punkte gegen den drohenden Abstieg gesammelt. "Unser Kader hat sich schon deutlich verjüngt und wird sich weiter verjüngen, da kann nur der Klassenerhalt zunächst das Ziel sein", weiß Stefan Draack. "In den nächsten Jahren setzen wir sehr auf nachrückende Talente aus der Jugend."
O/O geht wieder mit drei Herrenteams in die Saison, die alle in Estorf spielen. Dabei wird die dritte Herren neu von den "Oste"-Urgesteinen Oliver Eckhoff, Florian Siems und Timo Glandorf angeführt. Eine Altherren- sowie zwei Alt-Seniorenteams (Ü40 und Ü50) und zwei Damenmannschaften komplettieren das Feld im Erwachsenenbereich.

Damen
Auch die Damenteams verjüngen sich und werden neu gemischt. "Vor diesem Hintergrund hätte es keinen Sinn ergeben, weiterhin das Abenteuer Oberliga mit sehr viel Anstrengung zu wagen." Kristin Siems hat ein gutes Gefühl bei der Entscheidung, das Oberliga-Team der ersten Damen freiwillig in die Landesliga zurückzuziehen. Einige Abgänge – vor allem aufgrund von Studium und beruflichen Veränderungen, aber auch verletzungsbedingte Pausen ließen keine andere Entscheidung zu, um gerade den jungen Spielerinnen die Chance zu geben, sich an das fußballerisch höhere Niveau im Damenbereich zu gewöhnen.
Trainiert werden die Mädels von Berti Marcus, der in der Teamführung von Martin Tiedemann und Egon Schmidt unterstützt wird. Vorgänger Harald Zerwas hatte das Team schon zum Rückrundenbeginn aus gesundheitlichen Gründen übertragen.

Jugend

Froh darüber, dass endlich wieder Fußball gespielt werden darf, ist auch Andreas Duhn, neuer Leiter im Juniorenbereich des FC O/O und Mitglied im Planungsteam der JSG Osteland. "Für uns ist die getroffene Entscheidung des Niedersächsischen Fußballverbands ein Glück, da uns die sportlich erreichten Aufstiege unserer U19 (spielt künftig in der Landesliga Lüneburg) und U16 (Bezirksliga Lüneburg Staffel zwei) erhalten bleiben", so Duhn, der gleichzeitig die U19-Junioren trainiert. "Wir haben uns die Stärkung und Förderung des Jugendfußballs in der Region der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten auf die Fahnen geschrieben – ohne Vereinsbrille und Vereinsfarben, und da kommt uns der Sprung in den Bezirk natürlich gerade recht", schiebt er hinterher. Beide Teams werden im Übrigen ihre Heimspiele in der kommenden Spielzeit gemeinsam im "Rudolf-Pöpke-Stadion" in Oldendorf austragen.

JSG Osteland
Gemeinsam mit der JSG Himmelpforten/Hammah starten die Jugendlichen des FC Oste/Oldendorf in die zweite Spielzeit als "JSG Osteland". Zur neuen Saison wurden sechs Jahrgangsmannschaften auf Elferfeld gemeldet – zweimal U14, U15, U16, U17 (neuner) und U19 steigen in den Kampf um die Punkte ein. Zudem wurde die JSG auf die U13 ausgeweitet, um auch im Jahrgang 2008 perspektivisch aufgestellt zu sein. "Und noch im September werden unsere Teams endlich im einheitlichen Look auf dem Platz stehen, das wird das Zusammenwachsen weiter stärken, zumal im Outfit alle Farben der beteiligten Vereine enthalten sind." Jörg Schmidt aus Himmelpforten, ebenfalls Mitglied im Planungsteam "JSG Osteland", konnte die Volksbank Stade-Cuxhaven, Geschäftsstelle Himmelpforten, als Förderer für die Spielausstattung der Osteland-Kicker gewinnen.

Bei den jüngeren Junioren bis einschließlich zum U12-Jahrgang wie auch bei den Juniorinnen geht der FC O/O wie gewohnt in die Saison, weitere acht Teams wurden hier zunächst gemeldet. "Auch unsere B-Juniorinnen spielen künftig als Elferteam auf Bezirksebene", zeigen sich Sarah Hildebrandt und Olga Markus hoffnungsfroh. Die beiden Trainerinnen wissen, wovon sie sprechen, schließlich stehen sie seit Jahren für die ambitionierte erste Damen in blau-roten Farben auf dem "Feld der Ehre" in Gräpel. "Unser Antritt ist es, die talentierten Mädchen an die Damen heranzuführen. Das funktioniert natürlich nur auf dem Elferfeld." Unterstützt werden sie in der kommenden Spielzeit von Jannis Krause, ehemals SV Dornbusch.

Zum Schluss meldet sich noch einmal Günter Baack zu Wort: "Die Vorgaben machen es erforderlich, dass ab 50 Zuschauern allen ein Sitzplatz zur Verfügung steht." Darum bittet er die Fußballanhänger darum, mit Klappstuhl oder sonstiger Sitzgelegenheit zu den Spielen anzureisen. "Dafür haben wir dann auch einen Platz in der ersten Reihe reserviert", lacht der Vereinsboss zufrieden in die abendliche Sonne.

Die erste Herrenmannschaft in neuem Outfit
Auch die ersten Damen starten mit neuen Trikots von Hauptsponsor EDEKA Michael Tiedemann in die Saison
Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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