Hilfe für die Ärmsten
Verein von Oliver Drewes engagiert sich seit 20 Jahren für Kinderhaus in Kenia

Zwei Kinder lassen es sich im neuen Foodpoint des Fördervereins "Furaha Phönix Kinderhaus" schmecken | Foto: Oliver Drewes
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  • Zwei Kinder lassen es sich im neuen Foodpoint des Fördervereins "Furaha Phönix Kinderhaus" schmecken
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Bereits seit 20 Jahren engagiert sich der Förderverein "Furaha Phönix Kinderhaus" für die gleichnamige, von ihm in der kenianischen Stadt Mombasa erbauten Einrichtung. Seitdem hat der Verein unter dem Vorsitz von Oliver Drewes (48) aus Wulfsen viel für die Waisen- und Straßenkinder in der afrikanischen Region erreicht - und schmiedet neue Pläne. 

"Dank guter Rücklagen haben wir die Corona-Pandemie einigermaßen überstanden. Da die Schulen, die die Jungen und Mädchen aus dem Kinderhaus besuchen, ein knappes Jahr geschlossen waren, mussten wir eigene Lehrer beschäftigen. Dadurch sind unsere Kosten explodiert", blickt Oliver Drewes gegenüber dem WOCHENBLATT zurück. Derzeit sind knapp 50 Jungen - teilweise Waisenkinder, teilweise aus desolaten Familienverhältnissen - in dem Haus untergebracht. Umsorgt werden sie unter anderem von zwei Sozialarbeitern, Lehrern, einem Küchenteam, eine Nachtmutter für die kleinsten Bewohner und einer Sicherheitscrew. 

Kürzlich wurde ein über einen Nebeneingang des Kinderhauses erreichbarer Foodpoint für die Bevölkerung errichtet. "In dieser Mensa-artigen Versorgungsstelle werden täglich etwa 50 Mittagessen für die Ärmsten der Armen - vor allem Kinder, aber auch viele Senioren - ausgegeben", so Oliver Drewes. "Den Foodpoint mitgestaltet hat übrigens Dominik Obermeier, der Küchendirektor von Starkoch Tim Raue. Für diese prominente Unterstützung sind wir sehr dankbar."

Der 2005 gegründete Verein "Furaha Phönix Kinderhaus", für dessen Engagement Oliver Drewes und sein inzwischen verstorbener Vater Peter bereits das Bundesverdienstkreuz erhielten, hat derzeit rund 300 Mitglieder in ganz Deutschland. Die monatlichen Spendeneinnahmen liegen bei durchschnittlich 10.000 Euro - 2024 waren es insgesamt 156.000 Euro. "Die Einnahmen und unsere Kosten sind in etwa deckungsgleich", so Oliver Drewes. 

Für die Zukunft plant der Verein neue Projekte: die Aufstockung des Kinderhauses in Mombasa auf Unterbringungsmöglichkeiten für bis zu 100 Jungen, den Bau eines zweiten Kinderhauses in Uganda, für das momentan ein Grundstück gesucht wird, und den Start eines Foodtrucks. "Der Truck soll zusammen mit Sozialarbeitern Essen und Hilfsangebote zu sozialen Brennpunkten in Mombasa bringen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Regierung", kündigt Drewes an. Um das Vorhaben zu realisieren, sei er gerade "auf optimistischer Sponsorensuche". 

Für die Aktivitäten des Vereins warben Oliver Drewes und seine Familie sowie Abdul Kazungu, der Manager des Kinderhauses in Kenia, im vergangenen Jahr auch im Schloss Bellevue in Berlin, wo sie zum Sommerfest des Bundespräsidenten unter dem Motto "Kenia" eingeladen waren. "Dort dabei sein zu dürfen und sich mit Frank-Walter Steinmeier persönlich auszutauschen, war ein ganz besonderes Erlebnis."

„Die Arbeit unseres kleinen Vereins ist traditionell sehr transparent und zugleich sehr effektiv", unterstreicht Drewes. Angesichts der anstehenden Projekte komme es auf jeden Euro an, weshalb neue Spender immer herzlich willkommen seien, die Arbeit von Oliver Drewes und dem Verein zu unterstützen. 

- Mehr Infos unter www.phoenix-kinderhaus.de.

162.300 Euro für Furaha Phönix Kinderhaus Kinderhaus von Oliver Drewes in Kenia
Zwei Kinder lassen es sich im neuen Foodpoint des Fördervereins "Furaha Phönix Kinderhaus" schmecken | Foto: Oliver Drewes
Dominik Obermeier, Küchendirektor von Star-Koch Tim Raue, kocht hier für die Jungen im Kinderhaus | Foto: Oliver Drewes
Im vom Förderverein errichteten Kinderhaus sind derzeit knapp 50 Jungen untergebracht. Bald soll die Zahl der Plätze aufgestockt werden | Foto: Oliver Drewes
Vor dem Berliner Schloss Bellevue: Auch beim Sommerfest am Amtssitz des Bundespräsidenten warb Oliver Drewes (2. v. re.) zusammen mit Ehefrau Christine, Sohn Henry und Abdul Kazungu, dem Manager des Kinderhauses in Mombasa, für die Einrichtung | Foto: Drewes
Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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