Visualisierung verdeutlicht Dimensionen
CDU Salzhausen kritisiert Windenergieplanung im Landkreis Harburg
- Die Visualisierung der Größe der Windkraftanlagen im Vergleich zum Berliner Fernsehturm veranschaulicht das Ausmaß der Planungen im Landkreis Harburg
- Foto: CDU Salzhausen
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Die CDU in der Samtgemeinde Salzhausen bekennt sich klar zu den Zielen der Energiewende und sieht die Windkraft als wichtigen Baustein der künftigen Energieversorgung. Dennoch muss ihrer Ansicht nach die Umsetzung mit Augenmaß erfolgen. „Was der Landkreis Harburg derzeit an Potenzialflächen für Windenergie vorlegt, bedeutet für unsere Samtgemeinde eine nahezu vollständige Umklammerung durch Windkraftanlagen. Die Gemeinde Toppenstedt soll gar 17 Prozent ihrer Gemeindefläche dafür opfern – während andere Orte fast völlig verschont bleiben. Das ist für uns nicht gerechtfertigt und für die Bürgerinnen und Bürger kaum zumutbar“, beklagt CDU-Ortsverbandsvorsitzender John Mahn aus Wulfsen.
Um die Dimensionen sichtbar zu machen, haben die Christdemokraten auf eigene Kosten eine maßstabsgetreue Visualisierung erstellen lassen. Dabei wurde großer Wert darauf gelegt, dass die Größe und (Höhen-)Lage der möglichen Anlagen korrekt abgebildet werden. Besonders eindrucksvoll deutlich wird das Größenverhältnis im Vergleich zu Deutschlands höchstem Bauwerk – dem Berliner Fernsehturm mit 368 Metern. „Diese Bilder sprechen für sich. Wir stellen die Nutzung der Visualisierungen ausdrücklich auch allen interessierten Gruppen wie Bürgerinitiativen frei zur Verfügung“, betont John Mahn.
Besondere Sorge bereitet den Kommunalpolitikern die geplante Höhe der Anlagen. „Bis zu 300 Meter hohe Türme sind für unsere Region nicht hinnehmbar. Sie verändern das Landschaftsbild massiv und führen zu einer ungleichen Belastung zwischen den Gemeinden“, erklären die CDU-Ortsvertreter Sascha Steeg (Toppenstedt), Horst Neben (Salzhausen) und Lars Jaap (Vierhöfen) gemeinsam. „Wir brauchen eine faire und ausgewogene Energiewende, die von allen getragen werden kann.“
Die CDU Salzhausen fordert daher eine grundlegende Überarbeitung der aktuellen Planungen. Neben einer gerechteren Verteilung der Lasten im Landkreis müsse es eine klare Beschränkung der maximalen Anlagenhöhe geben. Zudem müsse die niedersächsische Landesregierung ihre Praxis der pauschalen Flächenvorgaben dringend überdenken. „Die stumpfe Ausweisung von Zielen ohne Rücksichtnahme auf örtliche Besonderheiten und unter Ausschluss der Selbstverwaltungsrechte der Kommunen ist nicht akzeptabel“, so John Mahn.
Sascha Steeg, Horst Neben und Lars Jaap appellieren schließlich an alle Mitglieder des Kreistags: „Sorgen Sie für eine gerechte Verteilung der Lasten der Energiewende im Landkreis Harburg und setzen Sie sich bei der Landesregierung für eine Begrenzung der Anlagenhöhe ein. Nur so gelingt eine Energiewende, die Klimaschutz mit Lebensqualität und regionaler Verantwortung verbindet.“
Mehr Infos unter www.cdu-salzhausen.de/windkraft
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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