Kurioser "Deal" brachte Motorradhändler zu seinem Hobby
Olaf Terkowski ist Deutscher Meister im Revolverschießen

"Safety first": Olaf Terkowski mit den von ihm als Sportgeräte genutzten Revolvern Die Sicherheitsfahnen zeigen die 
entladenen Patronenlager an
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    entladenen Patronenlager an
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ce. Toppenstedt. "Ich hatte damit gerechnet, im Pistolenschießen ganz vorne zu liegen, weil die Vorbereitungen extrem gut liefen. Am Ende hatte ich aber mit dem Revolver das glücklichere Händchen", freut sich Sportschütze Olaf Terkowski (63) aus Toppenstedt über seinen jüngsten Erfolg. Bei den Deutschen Meisterschaften im Sportschießen in München trat er als Mitglied der Schützenkameradschaft Luhdorf-Roydorf für den Schützenverband Hamburg und Umgegend an, holte in der Einzelwertung die Goldmedaille - und wurde neuer Deutschen Meister im Revolverschießen.
In vier Pistolen- und Revolver-Disziplinen startete Olaf Terkowski in der bayrischen Landeshauptstadt. Ins "Schwarze" traf er im Einzel mit seinem Revolver .357 Magnum. In den Mannschaftswertungen, bei denen Terkowski gemeinsam mit Klaus-Dieter Benecke und Niels Findeisen aus Buchholz antrat, holte das Trio jeweils einen 5. Platz. "Mit insgesamt zehn Medaillen, die wir abräumten, sind wir aktuell das stärkste Team im Schützenverband", sagt Terkowski nicht ohne Stolz.
Zum Schießsport kam der Motorradhändler vor 33 Jahren bei einem Zweirad-Verkauf. "Damals nahm ich von einem Kunden eine Luftpistole mit in Zahlung", erinnert sich Terkowski an den unkonventionellen Deal. "Ich habe sie dann zu Hause ausprobiert und bekam Lust, mich in Wettbewerben mit anderen zu messen."
Ab 1991 brach Olaf Terkowski bei Wettkämpfen auf Kreis- und Landesebene Rekorde am laufenden Band. Zu internationalem Ruhm kam er unter anderem 1994, als er bei den Weltmeisterschaften in der Schweiz zwei Silbermedaillen holte. 2007 wurde er Deutscher Meister mit der Vorderlader-Pistole.
Als der Profi jetzt davon hörte, dass bei Dreharbeiten für einen Western in den USA Kinostar Alec Baldwin eine Kamerafrau tödlich verletzt hatte, war er überzeugt, dass "hier grundlegende Umgangsformen mit einer Waffe vernachlässigt" worden seien. "Man muss jede Waffe grundsätzlich so vorsichtig und umsichtig behandeln, als ob sie geladen sei", betont Terkowski. Für Sportschützen gelte, dass Waffen und Munition stets getrennt voneinander gelagert werden müssten. "Wer das nicht beachtet und etwa zu einer Meisterschaft mit einer Tasche anreist, in der Revolver und Patronen zusammen verstaut sind, wird sofort disqualifiziert - mit Recht!"

Deutsche Meisterschaften im sportlichen Schießen in München
"Safety first": Olaf Terkowski mit den von ihm als Sportgeräte genutzten Revolvern Die Sicherheitsfahnen zeigen die 
entladenen Patronenlager an
Erfolgreich als Mannschaft in München: Olaf Terkowski (Mi.) mit Klaus-Dieter Benecke (li.) und Niels Findeisen
Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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