Vom Kriegerdenkmal zum modernen Lernort
Neues "Gesicht" für das Mahnmal in Ashausen
- Seit Anfang März hinter Flatterband: Das Mahnmal in Ashausen wird überarbeitet und instandgesetzt
- Foto: jf
- hochgeladen von Jan Filter
Wer in diesen Tagen an der Bahnhofstraße in Ashausen unterwegs ist, wundert sich vielleicht über das rot-weiße Flatterband. Gegenüber der Einmündung zum Büllhorner Weg haben jetzt die Arbeiten zur Umgestaltung des örtlichen Mahnmals begonnen. Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde Stelle haben bereits den maroden Plattenbelag entfernt.
In den kommenden Wochen rücken die Tiefbauer an, um die Fläche zu begradigen und neue Platten zu verlegen. Pünktlich zum Sommer soll der neue Platz fertig sein und mit einer festlichen Veranstaltung offiziell eingeweiht werden.
Der Ort wird komplett neu gedacht und soll sich zu einem Lern- und Bildungsort für alle Generationen entwickeln. Im Mittelpunkt stehen künftig die fundamentalen Werte von Frieden und Menschlichkeit in der heutigen Zeit. Zentraler Blickfang der umgestalteten Anlage wird daher die neue Skulptur „Versöhnung und Trauer“ des Bildhauers und Malers Ulf Petersen aus Eyendorf, der im vergangenen Jahr den Kulturpreis "Blauer Löwe" des Landkreises Harburg erhielt.
Gleichzeitig wird die Vergangenheit nicht ausradiert. Die historische Gedenkmauer mit den an die Weltkriege erinnernden Jahreszahlen, der Felsstein mit dem Eisernen Kreuz und der 1994 vom Realverband aufgestellte Mahnstein bleiben unangetastet am Platz. Neue Schrifttafeln werden das Ensemble jedoch ergänzen und Hintergrundinformationen zu den Weltkriegen sowie zu aktuellen Krisenherden liefern.
Das Konzept für den Umbau ist das Ergebnis eines langen, moderierten Prozesses. Jahrelang hatten Vereine, die örtliche Kirchengemeinde, Ratsmitglieder und engagierte Bürger über eine Neugestaltung diskutiert. Auch eine Bürgerbefragung floss in die Planung ein.
Da die Fläche der Gemeinde Stelle gehört, schlossen Verwaltung und der Heimatverein Ashausen als Projektträger im Dezember 2025 eine Kooperationsvereinbarung. Darin ist genau geregelt, wer sich nach der Fertigstellung um die Pflege der Anlage kümmert. Ursprünglich wurde das Denkmal nach dem Ersten Weltkrieg auf der anderen Straßenseite errichtet, bevor es 1959 an seinen jetzigen Standort umzog.
Redakteur:Jan Filter aus Winsen |
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