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60 Jahre Christus Centrum: Nächstenliebe als Antriebsfeder

Blick von oben auf das Christus Centrum Tostedt in der Todtglüsinger Straße
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Aus einer 20-köpfigen, gläubigen Flüchtlingsschar ist eine große Gemeinschaft erwachsen

(bim). Eine - im Vergleich zu anderen religiösen Gemeinschaften - junge christliche Gemeinde feiert ihren 60. Geburtstag: die Freie Christengemeinde (FCG) Tostedt, besser bekannt als Christus Centrum Tostedt (CCT). Am Jubilums-Wochenende von Freitag bis Sonntag, 13. bis 15. September, werden eine Reihe von Veranstaltungen geboten - vom Konzert-Gottesdienst bis zum Kindertheater. Das 60-Jährige bietet aber auch Gelegenheit, einen Blick zurückzuwerfen und zu erfahren, wie alles begann.
Gegründet wurde die Freie Christen-Gemeinde 1953 von dem aus Westpreußen stammenden Flüchtling und Prediger Rudolf Winter, der 1951 mit seiner siebenköpfigen Familie nach Tostedt zog. Bereits seit 1948 hatten er und weitere Gläubige in den umliegenden Orten evangelisiert und Hauskreise eingerichtet. Im Wohnhaus der Familie Winter in der Gartenstraße 11a entstanden ab 1951 ein Bibelkreis und eine Gemeinschaft, deren „Stubenversammlungen“ regen Zulauf hatten. Schon zwei Jahre später musste wegen des großen Zuspruchs ein kleiner Saal angebaut werden. Stets unterstützt wurde die freikirchliche Tostedter Gemeinde von der Arbeitsgemeinschaft der Christengemeinden (heute: Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden).
1967 übergab Rudolf Winter die Gemeindeleitung an seinen Sohn Alfred Winter. Als die Räume in der Gartenstraße nicht mehr ausreichten, mietete die Gemeinde ab 1969 einen größeren Saal im Himmelsweg, einen ehemaligen Schweinestall (heute Restauration).
1978 erwarb die Gemeinde in der Danziger Straße 88 ein Grundstück und baute dort Gemeindehaus, in dem 1980 der erste Gottesdienst abgehalten wurde. Dort befindet sich heute der Kindergarten des CCT, das „Spatzennest“.
„Vieles entwickelte sich aus dem Kleinen heraus, den Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechend, oft auch ungeplant“, sagt Pastor Andreas Timm, seit 1996 im Dienst des CCT.
Bereits seit 35 Jahren ist Ingolf Ellßel Pastor der Gemeinde. Bevor er 1979 zu der Glaubensgemeinde kam, verzeichnete diese nach dem Wachstum in den 1950er Jahren einen Mitglieder-Einbruch. Die verbliebenen Gemeindemitglieder luden zu einer Veranstaltungsreihe ein und sagten: „Wenn wir fünf neue Mitglieder gewinnen, machen wir weiter und engagieren einen Pastor.“ Und so kam es dann auch. In der Chronik steht über Ingolf Ellßel: „Er predigte frisch, hilfreich, korrigierend, ermutigend und glaubensstärkend.“ Seit 1995 ist er als Redner auf internationalen Konferenzen und Pastorenkonferenzen in 38 europäischen Ländern unterwegs und gehört seit 2010 zum Vorstand der Weltpfingstbewegung.
Die Gemeinde wuchs unter Ellßels Leitung 1987 auf 70 Mitglieder an und beschloss den Bau des heutigen Christus Centrums in der Todtglüsinger Straße. Die erste Taufe dort fand 1993 statt.
Aus einer 20-köpfigen, gläubigen Flüchtlingsschar hat sich in den vergangenen 60 Jahren das Christus Centrum Tostedt in seiner heutigen Form entwickelt. Zu den Gottesdiensten werden heute regelmäßig bis zu 500 Gläubige jeden Alters begrüßt.
Der Glaube des CCT drückt sich laut Pastor Andreas Timm in der erlebbaren Beziehung zu Jesus Christus aus. „Der Wunsch der Menschen, die in der Freikirche eine Heimat gefunden haben, ist der gelebte Glaube zu jeder Zeit und in jeder Situation. Christus soll im Zentrum stehen, sein Leben und seine Absichten. Die Nächstenliebe ist unsere Antriebsfeder. So schauen wir immer, wie und wo wir helfen können“, so Andreas Timm.
Das schlägt sich in den Angeboten des CCT nieder - etwa dem aus dem CCT hervorgegangenen Verein Sozialwerk, der regelmäßig Hilfstransporte für Bedürftige organisiert, sowie in der Hausaufgabenbetreuung und dem Mittagstisch im Kinder- und Familienzentrum (KiFaZ).

Blick von oben auf das Christus Centrum Tostedt in der Todtglüsinger Straße
Auch das Gemeindehaus in der Danziger Straße reichte für die Versammlungen bald nicht mehr aus
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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