SV Trelde-Kakenstorf
Barrierefreier Bewegungs- und Begegnungspark für alle Generationen
- Uwe Lange (li.) und Sebastian Pötzscher haben den Bewegungs- und Begegnungspark initiiert
- Foto: bim
- hochgeladen von Bianca Marquardt
"Wir bewegen Menschen" lautet die Devise beim Sportverein Trelde-Kakenstorf. Für einen Sportverein eine Selbstverständlichkeit. Aber als vor drei Jahren die Sanierung des Basketballplatzes anstand, hatten zwei der Ehrenamtlichen des rund 1.000 Mitglieder starken Vereins die Idee zu einem richtig "großen Wurf": einen barrierefreien Bewegungs- und Begegnungsplatz nahe dem Sportplatz, der von allen Menschen aus dem Dorf und der Umgebung generationsübergreifend und kostenfrei ohne Vereinsmitgliedschaft genutzt werden kann. Diese Vision ist nun Realität geworden. Auch wenn die offizielle Eröffnung erst am Samstag, 13. Juni 2026, erfolgt, wird das gerade fertiggestellte tolle Angebot mit Fitnessgeräten und Multicourt schon jetzt rege genutzt.
Den Fitnessbegeisterten stehen in dem Bewegungs- und Begegnungspark Kakenstorf folgende Sportmöglichkeiten zur Verfügung:
- ein neuer 24-mal-zwölf-Meter-Multicourt (für Fußball, Basketball, Handball, Volleyball, Badminton)
- ein neuer "Trimm-Dich-Treffpunkt" mit diversen Fitnessgeräten
- die bereits vorhandene Tennis-Ballwand und Tischtennisplatte
- ein neu angelegter Beachvolleyballplatz
Daneben gibt es einen Obstgarten, dessen regionale Obstsorten auch erklärt werden.
So so entstand der Park:
Eigentlich sollten vor rund drei Jahren nur der Basketballplatz gepflastert und Trimm-Dich-Geräte aufgestellt werden. Die Gemeinde hatte dafür 55.000 Euro bewilligt. Doch SV-Vorsitzender Uwe Lange und der frühere Tennisabteilungsleiter Sebastian Pötzscher wollten mehr als eine Sportanlage, nämlich einen Treffpunkt, der dem Dorf und der Umgebung in mehrfacher Hinsicht einen Mehrwert bietet. "Es braucht einen Verrückten und einen, der es mitträgt und unterstützt", scherzt Sebastian Pötzscher über ihre Initiative.
Und dann brachten die beiden ihre Idee sozusagen ins Rollen: Sie überzeugten den Gemeinderat, holten die Baugenehmigung ein und stellten Förderanträge für das insgesamt 275.000-Euro-Projekt. Neben den 55.000 Euro der Gemeinde erhielten sie Förderzusagen für rund 165.000 Euro EU-Mittel aus dem LEADER-Programm Region Naturpark Lüneburger Heide und für rund 55.000 Euro vom Landessportbund Niedersachsen, die über den Kreissportbund beantragt wurden. Damit der Bau starten konnte, musste ein Darlehen her, für das sich Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam stark machte. Bei der Finanzabwicklung half SV-Kassenwartin Stephanie Märkle.
Bei der Barrierefreiheit des Bewegungs- und Begegnungsparks wurden Uwe Lange und Sebastian Pötzscher von Daniela Gobat-Küllsen, die selbst auf einen Rollstuhl angewiesen ist, unterstützt. So ist das Projekt nicht nur eine Attraktion für Sportbegeisterte aller Generationen, sondern auch ein vorbildliches Beispiel für gelebte Inklusion.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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