Wechsel an Berufsbildende Schulen Buxtehude
Pastorin Gudrun Junge verabschiedet sich aus Tostedt

Pastorin Gudrun Junge

bim/nw. Tostedt/Stade. Nach fast sieben Jahren verlässt Pastorin Gudrun Junge die Ev.-luth. Johanneskirchengemeinde Tostedt. Sie wird am Sonntag, 23. Januar, in einem Gottesdienst von Superintendent Dirk Jäger verabschiedet. Gudrun Junge wechselt als Schulpastorin mit einer halben Stelle an die Berufsbildenden Schulen Buxtehude, mit der anderen halben Stelle bleibt sie weiterhin Beauftragte für Kirche und Schule im Sprengel Stade. Ihr Nachfolger wurde in dieser Woche vom Tostedter Kirchenvorstand gewählt: Pastor Nico Lühmann wird am 30. Januar seine Aufstellungspredigt halten.

„Es fällt mir schon schwer, Tostedt und meine Arbeit als Gemeindepastorin aufzugeben. Ich habe gern mit den verschiedenen Teams aus haupt- und ehrenamtlichen Menschen zusammengearbeitet. Tostedt ist eine vielfältige Gemeinde mit einem sehr engagierten Kirchenvorstand“, sagt Gudrun Junge. Sie war gern bei der Vorbereitung der modernen Gottesdienstform „Johannes 2.0“ dabei und hat eng mit den Schulen in Tostedt zusammengearbeitet: „Während des Lockdowns richteten wir im Frühjahr 2020 Lernräume für Grundschülerinnen und Grundschüler ein und entwickelten ein Sommerferienprogramm“, sagt Junge. Da nun die Stelle des Schulpastors an den Berufsbildenden Schulen Buxtehude vakant wurde, und Gudrun Junge bereits Schulbeauftragte im Sprengel Stade ist, lag es für sie nahe, diese Stelle zu übernehmen.

Die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern liegt ihr: „In den Schulen begegne ich jungen Menschen, die sonst vielleicht nicht im kirchlich-gemeindlichen Raum auftauchen. Es ist faszinierend, mit ihnen das Gespräch zu suchen. Religion lebt vom Dialog untereinander und mit Gott“, sagt Pastorin Gudrun Junge. Den Dialog sucht sie aktiv, auch wenn sie kritisch hinterfragt wird: „Wenn Schülerinnen und Schüler mich fragen, warum sie als Auszubildende noch Religion als Fach haben, antworte ich, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern den Dialog mit anderen Menschen braucht“, sagt Junge. Im Unterricht säßen Schülerinnen und Schüler verschiedener Religionen, die meisten gehörten keiner Konfession an. „Im Religionsunterricht wird nicht missioniert. Ich möchte Jugendlichen Orientierung geben und sie religiös sprachfähig für ihre eigenen religiösen, spirituellen Anliegen machen. Ich möchte ihnen einen Raum für den Diskurs untereinander eröffnen, damit sie ihren eigenen Standpunkt entwickeln können.“

Und was sind ihre Aufgaben als Schulbeauftragte im Sprengel Stade? „Zum Sprengel Stade gehören zehn Kirchenkreise. Ich setze mich dafür ein, Religion als Unterrichtsfach an den verschiedenen Schulformen stark zu machen“, sagt Junge. Dazu bietet sie Fortbildungen für Religionslehrkräfte an, macht Unterrichtsbesuche bei angehenden Schulpastorinnen und Schulpastoren, arbeitet in Bildungsausschüssen der Kirchenkreise mit, organisiert regionale Treffen und Fachtagungen und unterstützt die Zusammenarbeit von Kirchengemeinden und Schulen.

Mit ihrem Wechsel nach Buxtehude schließt sich ein Kreis: „Nach dem Studium und meinem Sondervikariat habe ich hier zehn Jahre als Schulpastorin gelehrt.“ Danach war sie Pastorin in der Ev.-luth. Kirchengemeinde Nenndorf, dann Referentin für Jugendarbeit und Schule im Landesjugendpfarramt der Ev. Landeskirche in Hannover und seit 2015 Pastorin in Tostedt und Schulpastorin an den Berufsbildenden Schulen Buchholz, bevor sie Schulbeauftragte im Sprengel Stade wurde. „Schule ist schon ein roter Faden in meinem Lebenslauf. Aber das ist gut, ich gehe gern dorthin wo Menschen sind", sagt Gudrun Junge.

Der Gottesdienst beginnt am Sonntag, 23. Januar, um 10 Uhr. Um eine zeitnahe Anmeldung bis spätestens 21. Januar über www.kirche-tostedt.de wird gebeten.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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