Rettung für von Schließung bedrohte Heidebahn-Haltepunkte?

Steht zur Disposition: der Haltepunkt Büsenbachtal
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Zahlen der Ein- und Aussteiger im Büsenbachtal, in Suerhop und Wintermoor stimmen zuversichtlich

bim. Handeloh/Buchholz. Die Heidebahn-Haltepunkte Büsenbachtal, Suerhop und Wintermoor (Schneverdingen) haben gute Chancen, weiterhin erhalten zu bleiben. Das sagt Rainer Peters, Pressesprecher der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Die Fahrgastzahlen würden zunehmen, Tendenz steigend.
Wie mehrfach berichtet, stehen die drei Stationen mangels der von der LNVG geforderten 200 werktäglichen Ein- und Aussteiger zur Disposition. Zunächst sollten die Haltepunkte nur bis zum Fahrplanwechsel 2013/14 erhalten bleiben. Diese "Schonfrist" wurde bis Ende 2016 - bis der Streckenabschnitt Soltau - Walsrode ausgebaut ist - verlängert.
"Die drei Haltepunkte sind auf gutem Weg", sagt Peters. Laut den im Jahr 2012 ermittelten Zahlen betrugen die Ein- und Ausstiege im Büsenbachtal 155 (zuvor 91), in Suerhop 178 (148) und Wintermoor 158 (88). "Wenn für die Haltepunkte noch ein bisschen Werbung gemacht wird, sollte es möglich sein, 2016 die 200-er Grenze zu erreichen", ist Peters zuversichtlich.
Eine Fahrzeitersparnis, die im Schnitt zwei bis drei Minuten pro Halt ausmachen würde, sei nicht der Grund für die Diskussion um den Erhalt der drei Stationen. Allerdings ein zu geringfügiges Fahrgastaufkommen.
Über 100 Millionen Euro werden in die Ertüchtigung der Heidebahnstrecke investiert. 300 Millionen Euro gebe die LNVG als Besteller im Jahr aus, damit die Züge fahren. Lediglich 30 bis 40 Prozent komme durch den Fahrpreis wieder rein. Der Rest werde vom Steuerzahler getragen, der einen Anspruch darauf habe, dass das Geld möglichst effizient ausgegeben werde, so Rainer Peters.

Initiativen aus Handeloh und Buchholz

Der Bürger- und Verkehrsverein (BVV) Handeloh hatte sich im Namen der Handeloher bereits im Oktober 2012 mit einer Petition an den Landtag für den Erhalt des Haltepunktes stark gemacht. Im Mai 2013 wurde seitens des niedersächsischen Landtags mitgeteilt, dass der Petitionantrag an die neue Landesregierung übergeben wurde. In einem Schreiben an Ministerpräsident Stephan Weil vom vergangenen Montag weist der BVV noch einmal auf die Wichtigkeit der touristischen Verknüpfung von Heidebahn und dem Premiumwanderweg Heidschnuckenweg hin sowie auf die Bedeutung, zu erfahren, welche Pläne die Landesregierung bezüglich dieses Themas verfolgt.
In Buchholz will man 2015, wenn die Fahrplanberatungen für 2016 beginnen, noch einmal auf die LNVG zugehen und sich für den Erhalt des Haltepunktes Suerhop - gegebenenfalls auch mit verschiedenen Aktionen - einsetzen.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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