Kein Empfang in Tostedt
Vodafone-Kunden schauten in die schwarze Röhre
Und plötzlich blieben die Fernsehgeräte dunkel. Mehrere Dutzend Vodafone-Kunden in Tostedt und Todtglüsingen erlebten seit dem zweiten Weihnachtstag ungewollt tagelang eine fernsehfreie Zeit. "Kein Signal" zeigte der Bildschirm der Fernsehgeräte an, betroffen waren nach Aussage von Vodafone 43 Haushalte in der Zinnhütte und Lohberger Straße. Technische Probleme können immer einmal passieren, was die Vodafone-Kunden aber wirklich wütend gemacht hat, war, dass es kaum möglich war, bei Vodafone telefonisch einen Mitarbeiter zu erreichen, um das Problem zu schildern oder eine Information zu erhalten, was los ist. "Ich war über eine Stunde in der Leitung der Hotline", erzählt eine 82-jährige Anwohnerin aus der Lohberger Straße, "es gab nur eine Computerstimme, die mir Fragen gestellt hat und meine Antworten nicht verstanden hat." Sie war wütend, weniger, weil der Fernseher nicht funktionierte, sondern, weil sie mit keinem Menschen sprechen konnte: "Wenn man als Kunde nicht wahrgenommen wird, macht das sauer!"
In ihrer Verzweiflung und auch auf Wunsch der Nachbarn wandte sie sich am vergangenen Freitag, 2. Januar, an das WOCHENBLATT. Schon eineinhalb Stunden, nachdem die Anfrage vom WOCHENBLATT an Vodafone ging, kam die Antwort des Unternehmens, in dem sie detailliert erklärten, worin das Problem bestand: "In Tostedt existiert seit dem 26. Dezember 2025 um 16.40 Uhr eine lokale Einzelstörung: Bei bis zu 43 Glasfaserkabelkunden im Bereich der Straßen Zinnhütte und Lohberger Straße sind Kabel-TV, Breitband-Internet und Festnetz-Telefonie vorübergehend nicht verfügbar. Ursache ist ein Anbindungsfehler: Die unterirdische Zufuhrstrecke, über die diese 43 Haushalte an das Vodafone-Festnetz angeschlossen sind, ist vorübergehend außer Betrieb. Zur Behebung der Störung muss ein defektes Bauteil durch Tiefbauarbeiten ausgebaut und durch ein neues Netzelement ersetzt werden." Weiter wurde erklärt, dass die Reparaturarbeiten in Planung und Ausführung sehr aufwändig seien, weil zwingend Tiefbau-Arbeiten erforderlich seien. Nach umfangreichen Messungen und Vor-Ort-Terminen wurde die genaue Schadenstelle dann lokalisiert. "Aktuell wird das Reparaturkonzept im Detail erstellt - unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorkehrungen am stromführenden Hauptkabel sowie der Verfügbarkeit der benötigten Tiefbauexperten, Baumaterialien und Netzelemente. Sobald das Reparaturkonzept steht, die Tiefbau-Genehmigungen vorliegen und das Wetter mitspielt, werden die finalen Tiefbau-Reparaturarbeiten umgehend begonnen..."
Und wie ein Wunder liefen binnen einer Stunde nach Erhalt dieser E-Mail die Fernsehgeräte und Festnetztelefone wieder - die Anwohner sind glücklich.
"Wir bitten die 43 betroffenen Kunden bis zum Abschluss der laufenden Entstörung noch um etwas Geduld und um Entschuldigung für ihre vorübergehenden Unannehmlichkeiten", so Vodafone abschließend.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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