Metronom überfährt Verkehrsschild bei Tostedt
Notbremsung nach Kollision
- An dieser Bahnbrücke im Tostedter Düvelshöpen ereignete sich die Tat
- Foto: sh
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Am Sonntagabend (30. August) haben Unbekannte ein Verkehrsschild samt Eisenstange sowie mehrere Holzlatten eines in der Nähe befindlichen Zaunes in das Bahngleis der Bahnstrecke Bremen - Hamburg geworfen. Die Bremer Bundespolizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht nach Zeugen.
Ersten Ermittlungen zufolge sah der Triebfahrzeugführer des Metronoms 82032 um 18.08 Uhr die Gegenstände im Gleis und leitete bei einer Geschwindigkeit von etwa 80 km/h eine Schnellbremsung ein. Der mit rund 600 Reisenden besetzte Zug kam nicht rechtzeitig zum Stehen und überfuhr das Verkehrszeichen, das durch den Aufprall zur Seite geschleudert wurde. Die Passagiere im Zug blieben unverletzt und auch
der Metronom wies nach ersten Erkenntnissen keine Beschädigung auf.
Eine Reisende im Zug sowie der Lokführer nahmen zwei Personen wahr, die sich auf einer Bahnbrücke aufgehalten und den Vorfall beobachtet hatten. Diese flüchteten anschließend in unbekannte Richtung. Möglicherweise könnte es sich hierbei um die Täter gehandelt haben, die die Gegenstände zuvor von der Brücke geworfen oder in das Gleis gelegt haben. Bei der Bahnbrücke handelt es sich um eine Fußgängerbrücke, die die Straße "Im Fall" mit der Verlängerung der Schützenstraße und dem Düvelshöpen verbindet.
Durch den Vorfall vom Sonntagabend hatten acht Züge eine Verspätung von insgesamt 254 Minuten, zwei weitere Züge fielen komplett aus. Auch der betroffene Metronomzug wurde im Tostedter Bahnhof vorübergehend ausgesetzt. Die 600 Reisenden mussten ihre Fahrt mit einem anderen Metronom fortsetzen. Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen, die insbesondere Angaben zu den zwei Personen machen können. Möglicherweise haben diese sich schon eine längere Zeit auf der Brücke oder in der Nähe der Gleise aufgehalten. Sachdienliche Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Bremen unter Tel.: 0421/16299-7777 oder per E-Mail über bpoli.bremen@polizei.bund.de entgegen.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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