Nach WOCHENBLATT-Bericht
Wiedersehen nach 47 Jahren

Hatten viel zu reden: Sabine Mühlhan (li.) und Marion Christiansen schauten sich auch alte Fotos an
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bim. Tostedt. "Ich war ein unbeschriebenes Blatt, bis das WOCHENBLATT über mich geschrieben hat", formuliert Marion Christiansen (70) augenzwinkernd ein Wortspiel. Denn die Vorstellung ihres Buches aus den Tagebüchern ihrer Urgroßmutter Helene Hartmann (1862 - 1949) im WOCHENBLATT vor einem Jahr bescherte ihr jüngst eine völlig unerwartete E-Mail: Ihre Cousine Sabine Mühlhan (54) nahm aufgrund der Berichterstattung Kontakt zu ihr auf. Die beiden hatten sich 47 Jahre lang aus den Augen verloren.
"Es muss im Jahr 1972 gewesen sein, als wir uns das letze Mal gesehen haben. Wir wissen nicht, warum der Kontakt eingeschlafen ist", sagt Marion Christiansen. Sie zog 1977 von Hamburg nach Tostedt. Sabine Mühlhan lebt immer noch in Hamburg.
"Ich habe früher immer die Wochenenden bei meiner Oma oder bei Marion verbracht", erinnert sich Sabine Mühlhan, geborene Hartmann. In den vergangenen Jahren habe sie immer mal wieder nach Marion Christiansens Mutter Tamara, ihrer Tante, und nach ihrer Cousine gesucht - über die letzte Adresse und das Einwohnermeldeamt sowie 15 Jahre lang im Internet - aber ohne Erfolg. Dann stieß sie kürzlich auf die Buchvorstellung im WOCHENBLATT, in dem auch Marion Christiansens E-Mail-Adresse aufgeführt war, und schrieb sofort eine E-Mail. Und die erstaunte Marion rief sie sofort an. "Ich war baff, von ihr zu hören. Ich hätte sie nicht suchen können, weil ich ihren Nachnamen nach der Heirat nicht kannte", berichtet Marion Christiansen. "Man kann gar nicht in Worte fassen, welche Rührung ich empfand, dass wir wieder Kontakt haben", sagt Sabine Mühlhan. Seitdem mailen und telefonieren sie regelmäßig.
"Wir sind total aufgeregt und können noch gar nicht begreifen, dass wir uns jetzt wiedersehen", erklärten die beiden am Mittwoch. Das Datum 20. November hat für die beiden Frauen noch in anderer Hinsicht eine Bedeutung: Der 19. November war der Geburtstag von Marion Christiansens Mutter Tamara, der 21. November der Geburtstag von Sabine Mühlhans Vater Rolf-Nicolai.
Am Mittwoch hatten sich beide natürlich viel aus den vergangenen 47 Jahren zu erzählen. In alten Fotoalben wurden Erinnerungen an damals gemeinsam verbrachte Feste lebendig. "Meine Mutter und mein Mann sind in den zurückliegenden Jahren gestorben. Jetzt habe ich auf einmal wieder Familie", erklärt Marion Christiansen ganz gerührt. Und die vormals "kleine und brünette Sabine" ist nun blond, dreifache Mutter und selbstständige Heilerzieherin.
Eines ist sicher: Die beiden wollen sich nicht wieder aus den Augen verlieren und den Kontakt halten. "Man kann ja nicht an einem Tag aufarbeiten, was wir in 47 Jahren verpasst haben", so Marion Christiansen.

Hatten viel zu reden: Sabine Mühlhan (li.) und Marion Christiansen schauten sich auch alte Fotos an
Marion Christiansen (li.) mit ihrer Mutter Tamara und ihrer Cousine Sabine in den 1970er Jahren
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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