Wistedts erweitertes Feuerwehrhaus wird feierlich eingeweiht

Sven Bauer (li.), früherer Ortsbrandmeister der Feuerwehr Wistedt und jetziger Gemeindebrandmeister, mit dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Florian Rosenow vor dem neuen Feuerwehrgerätehaus
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bim. Wistedt. Große Freude bei der Feuerwehr Wistedt: Die Arbeiten zur Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Am Brink 10 sind - bis auf kleine Rest-Arbeiten - abgeschlossen. Die Einweihung wird am kommenden Samstag, 4. November, um 15 Uhr mit rund 160 Gästen, darunter das Samtgemeinde-Kommando, Mitglieder des Feuerschutzausschusses und Förderer, gefeiert.
Das bestehende Gebäude Am Brink mit 258 Quadratmetern Fläche, in dem auch das Gemeindebüro untergebracht ist, war im Jahr 1982 bezogen worden. Das Fahrzeug kam 1996. Was jetzt fehlte, waren ein vernünftiger Lagerraum, mehr Platz für die Fahrzeuge, ein Raum für die Jugendfeuerwehr sowie Damen-WC mit Dusche und Duschen für Herren. Wie nötig letztere sind, zeigte sich u.a. jüngst bei einem Einsatz auf einem landwirtschaftlichen Hof, als drei Jungrinder durch die Spaltenböden in den darunterliegenden Güllekanal gefallen waren und von den Feuerwehrleuten gerettet werden mussten. Aber auch sonst muss es den Rettern natürlich möglich sein, nach dem schweißtreibenden Einsatz bei Bränden und technischen Hilfeleistungen zu duschen.
Für den 124 Quadratmeter-Anbau in Richtung der Straße Am Sportplatz und den Einbau einer neuen Heizung sind im Haushalt der Samtgemeinde Tostedt rund 400.000 Euro eingestellt. Dieser Kostenrahmen werde laut Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam wohl eingehalten. 25.000 Euro hat die Wistedter Wehr aus eigenen Mitteln aufgebracht und sich damit u.a. an den Kosten der Küchen-Modernisierung beteiligt. Die Werkstatt wurde in Eigenleistung renoviert.
Bereits im Jahr 2011 war der frühere Ortsbrandmeister und heutige Gemeindebrandmeister Sven Bauer mit einer Zeichnung unterwegs, um die Politik für die Bedürfnisse der Wistedter Wehr zu sensibilisieren. „Fast genauso ist der Anbau jetzt auch gebaut worden, bis auf wenige, technisch bedingte kleine Änderungen", so Sven Bauer. Das Gebäude sei nicht nur funktional, sondern auch schön geworden.
Wegen der Anbindung des neuen Daches an das bestehende habe es leichte Verzögerungen gegeben, weil sich herausstellte, dass das alte Dach neu eingedeckt werden musste, was eine abermalige Beratung im Samtgemeindeausschuss erforderlich machte.
Doch jetzt präsentieren sich An- und Altbau wie aus einem Guss. Für die Feuerwehr Wistedt ist der Anbau eine gute Entscheidung für die Zukunft. Zumal am bewährten Standort im Herzen des Dorfes festgehalten wurde, sodass die Retter zügig zu ihren Einsätzen ausrücken können. Außerdem gibt es mit der dahinter liegenden Wiese, die auch für Übungszwecke genutzt wird, Erweiterungspotenzial.
 
"Trotz Bauarbeiten sind wir keinen Tag außer Dienst gewesen", berichtet der frühere Wistedter Ortsbrandmeister und jetzige Gemeindebrandmeister Sven Bauer stolz. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Gruppenführer und früherem Ortsbrandmeister Oliver Domin hatte er die Bauarbeiten zur Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses begleitet.
Immer einsatzbereit zu sein, ist für die Retter selbstverständlich, zumal 2017 mit bisher 90 Einsätzen ein Rekordjahr sei, berichtet Sven Bauer. "Im 108-jährigen Bestehen der Wehr haben wir noch in keinem Jahr so viele Einsätze gefahren. In der gesamten Bauzeit seit September vergangenen Jahres waren es sicher rund 100 Einsätze", so Bauer. Außerdem mussten die Feuerwehrfahrzeuge öfters bewegt werden, um den Weg für die Bauarbeiter frei zu machen.
Mit dem alten und dem neuen Versammlungs- und Schulungsraum stehen nun 88 Sitzplätze zur Verfügung, sodass dort künftig auch die Jahreshauptversammlungen stattfinden und Jugendfeuerwehr und Aktive parallel Dienst machen können.
Im neuen Schulungsraum hat jetzt außerdem eine Büro-Ecke für das Schreiben der Einsatzberichte ihren Platz, die zuvor in einem Nebenraum untergebracht war. "Auch das ist wichtig, da die Verwaltungsarbeit zunimmt", so Sven Bauer.

Absturzsicherung ist ein Schwerpunkt

Der Freiwilligen Feuerwehr Wistedt gehören derzeit 44 Aktive, 22 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr sowie 19 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung an. Die Aktiven rücken nicht nur zu Bränden und Technischen Hilfeleistungen aus.
Als Ersteinsatzgebiet versorgt die Feuerwehr Wistedt die Gemeinden Wistedt mit den Ortsteilen Quellen und Wümme, die Gemeinde Königsmoor und Teile der Gemeinde Tostedt. Rund 2.500 Einwohner und 4.000 Hektar Fläche gehören ebenso zum Einzugsgebiet wie 20 km Bundes-, Kreis- und Landesstraße, sechs km Bahnstrecke Hamburg-Bremen und 17 km fließendes Gewässer.
Seit dem Jubiläumsjahr 2009 gibt es zudem die "Helfer vor Ort"-Gruppe. Deren Mitglieder überbrücken die Zeit vom Eintritt eines Notfalls bis zur Einleitung der Rettungsmaßnahmen für den Fall, dass der Tostedter Rettungswagen nicht zeitgerecht an der Einsatzstelle eintreffen kann, weil er bereits in einem anderen Einsatz gebunden ist oder durch die schwierigen Verkehrsverhältnisse auf der B75 Anfahrtsprobleme hat.
Die Feuerwehr Wistedt übernimmt für die Samtgemeinde Tostedt auch die Absturzsicherung.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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