Demonstration für eine Wende in der Landwirtschaft

Birgit Zober (li.) und Nooshin Rennekamp (re.) von den Grünen Buchholz gemeinsam mit der Tostedterin Nadja Weippert vom Landesvorstand der Grünen Niedersachsen und 
Grünen-Bundesvorsitzendem Robert Habeck bei der 
Demonstration zur Agrarwende
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  • Birgit Zober (li.) und Nooshin Rennekamp (re.) von den Grünen Buchholz gemeinsam mit der Tostedterin Nadja Weippert vom Landesvorstand der Grünen Niedersachsen und
    Grünen-Bundesvorsitzendem Robert Habeck bei der
    Demonstration zur Agrarwende
  • Foto: Grüne Niedersachsen
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35.000 Menschen fordern zu Beginn der Grünen Woche in Berlin für Umdenken in der Agrarpolitik

(bim). "Eine zukunftsfähige Agrarwende – Schluss mit der falschen Agrarpolitik!" - so lautete die Forderung von rund 35.000 Menschen an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), darunter auch Teilnehmer aus der Nordheide. Lautstark, bunt und entschlossen setzten sie sich bei der Demonstration unter dem Motto "Wir haben es satt" in Berlin ein für das Tierwohl, für Vielfalt, für gutes Wasser und gesundes Essen für alle. Mehr als 170 Bauern reisten mit ihren Traktoren an.
Der bundesdeutschen Landwirtschaft wurde auf einem Plakat ein bedenkliches Zeugnis ausgestellt: Die Note "sehr gut" gab es für Mais-Monokultur, den Glyphosat-Einsatz, das Bienen- und das Bauernhofsterben und die Note "ungenügend" für Tierhaltung, den Erhalt ländlicher Strukturen und die biologische Vielfalt.
„Es ist immer wieder überwältigend und motivierend, wie viele sich aufmachen, um zu zeigen: Wir wollen eine gute Landwirtschaft mit einem Auskommen für die kleinen und mittleren Betriebe ohne Tierleid in engen Ställen, ohne betäubungslose Ferkelkastration, ohne Gift auf den Feldern und ohne Gülle-Nitrat im Grundwasser“, so Alexa Vetter von den Grünen Buchholz. „2019 steht die Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) an. Jetzt entscheidet sich, in welche Art der Landwirtschaft unsere Steuern fließen werden.“
Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, erklärte: „Die europäische Agrarpolitik muss geändert werden. Nur wer Tiere artgerecht hält und unsere Umwelt schützt, soll in Zukunft Geld aus Brüssel bekommen.“
Und Nadja Weippert, Beisitzerin und frauen- und genderpolitische Sprecherin der Grünen Niedersachsen, ergänzt: „Die Agrarindustrie verdrängt die bäuerliche und ökologische Landwirtschaft. Anstatt kleine familiäre Betriebe zu fördern, wird weiterhin ein Großteil der 60 Milliarden Euro des Agrarhaushaltes an große industrielle Konzerne ausgezahlt. Wir fordern daher die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner dazu auf, sich endlich aktiv für eine Änderung der Agrarförderung einzusetzen. Denn die Unterstützung kleiner bäuerlicher Betriebe muss höchste Priorität haben. Gerade nach dem vergangenen Dürresommer 2018 muss der Schutz von Klima, Boden, Wasser, Artenvielfalt und Tieren weiter in den Mittelpunkt unserer Landwirtschaftspolitik rücken."
Ein ohrenbetäubendes Konzert mit Kochtöpfen, Trommeln und Trillerpfeifen vor dem Auswärtigen Amt machte diese Forderung an die Agrarminister aus 50 Ländern zum Beginn der Internationalen Grünen Woche unüberhörbar.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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