"Der Fußweg an der Buxtehuder Straße muss bleiben"

Fürchten um die Sicherheit der Fußgänger (v. li.): Nina Salewsky, Rita Salewsky, Frieda Peters, Thomas Plaumann, Helga Hoffmann, Jürgen Salewsky und Bärbel Maurischat
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Viele Anlieger fürchten beim Kreiselbau um Sicherheit der nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer

bim. Tostedt. Für viele Fußgänger, Radfahrer und Schulkinder ist der Weg entlang der Buxtehuder Straße (L141) und über die Dieckhofstraße in Tostedt eine wichtige Wegeverbindung zum Wochenmarkt, zur Kindertagesstätte, zu Grundschule, Kirche, Gemeindehaus und betreutem Wohnen. Wird der große Kreisverkehrsplatz gebaut, der Buxtehuder Straße, Todtglüsinger Straße (K57) und B75 verbinden soll, fürchten Anlieger eine Gefährdung der Fußgänger und Radfahrer, denn der Fußweg soll laut aktueller Planung auf einer Länge von rund 60 Metern abgehängt werden. "Die Fußgänger und Radfahrer aus dieser Richtung müssten stattdessen mehrfach den Kreisel queren, was angesichts der Verkehrszahlen eine Erhöhung des Unfallrisikos darstellen dürfte", erläutert Jürgen Salewsky.
Bereits im Februar hatten sich auf seine Initiative hin rund 30 Anlieger zum Austausch getroffen. Seine Schwiegermutter hatte vor rund zehn Jahren an der Kreuzung Buxtehuder Straße/B75 als Fußgängerin einen tödlichen Unfall. "Die Verkehrssituation in der Buxtehuder Straße wird von vielen Anliegern bereits heute als besorgniserregend gefährlich eingeschätzt. Sobald manche Autofahrer von der B75 kommend, weit vor dem Ortsausgangsschild, die lange Gerade Richtung Dohren sehen, drücken sie aufs Gas“, hatte eine Anwohnerin bei dem Treffen berichtet. Auch in der Gegenrichtung sei es nicht besser.
Die Anwohner appellieren an Verwaltung und Politik, die direkte, fußläufige Verbindung von der Buxtehuder Straße zur Dieckhofstraße zu erhalten und die Planung entsprechend anzupassen. Auch wünschen sie sich vor einem Ratsbeschluss eine Einwohnerversammlung.
"Wir sehen keinen Anlass für eine Einwohnerversammlung im Vorwege", sagt Tostedts Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam. Gleichwohl nehme die Verwaltung die Bedenken der Anlieger sehr ernst, insbesondere mit Blick auf die hohen Geschwindigkeiten, mit denen viele Autofahrer auf der Buxtehuder Straße in den Ort rasen, und bei der Frage einer sicheren Fuß- und Radwegeverbindung. Der derzeitige Lageplan für den Kreisverkehr, für den es eine Zustimmung der Eigentümer gebe, sei der Ausgangspunkt für die Beratungen. Im Verfahren gelte es, alle Interessen zusammenzubringen. "Schön wäre eine Lösung, die für alle passt", so Dörsam.
Mit der Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans wird sich der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde im Mai befassen, der Rat im Juni. Im Rahmen des B-Planverfahrens gibt es für die Bürger zweimal die Möglichkeit, im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum jeweiligen Planungsstand Stellung zu nehmen.

Kreisverkehr mit 40 Metern Durchmesser

Wie mehrfach berichtet, hat der Verkehr auf der B75 stark zugenommen. Deshalb müssen Kfz-Führer, die von der Buxtehuder Straße oder der Todtglüsinger Straße nach links auf die B75 abbiegen wollen, insbesondere im Berufsverkehr reichlich Geduld mitbringen. Verkehrszählungen im November 2015 ergaben folgende Verkehrsbelastungen: auf der B75 ca. 18.500 Kfz pro 24 Stunden, L141: ca. 5.800 Kfz/24h, K57: ca. 5.600 Kfz/24h.
Deshalb hatte der Gemeinderat die Verwaltung bereits im März 2016 einstimmig damit beauftragt, mit den betreffenden Straßenbaulastträgern und Grundeigentümern Verhandlungen für den Bau eines vierarmigen Kreisverkehrsplatzes aufzunehmen.
Favorisiert wird nun die Anlage eines Kreisverkehrsplatzes mit 40 Metern Durchmesser, sieben Metern Fahrbahnbreite und einem nicht überfahrbaren Innenkreis. Die Einmündung der Buxtehuder Straße wird nach dieser Variante in Richtung Todtglüsinger Straße verlegt, die bisherige Einmündung der Buxtehuder Straße auf die halbe Breite zurückgebaut und als Gemeindestraße und gepflasterte Mischverkehrsfläche bis zur Dieckhofstraße geführt.
Die Kosten für das Gesamtprojekt schätzt das Ingenieur-Büro auf ca. 1,4 Millionen Euro. Noch nicht enthalten sind die Kosten für Grunderwerb, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Honorare für Bebauungs- und Grünplanung. 

Fürchten um die Sicherheit der Fußgänger (v. li.): Nina Salewsky, Rita Salewsky, Frieda Peters, Thomas Plaumann, Helga Hoffmann, Jürgen Salewsky und Bärbel Maurischat
Ungefähr so könnte der Kreisverkehrsplatz in 
Tostedt aussehen. Ein Teil des Fußwegs hinter 
der Dieckhofstraße (mit roten Kreuzen) würde nach aktueller Planung abgehängt   Repro: MSR

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