Appell des Bürgermeisters
"Feinden Sie die Flüchtlinge in Heidenau nicht wegen der Corona-Quarantäne an"

Heidenaus Bürgermeister Reinhard Riepshoff
  • Heidenaus Bürgermeister Reinhard Riepshoff
  • Foto: Till von Rennenkampff
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Heidenau. Vergangene Woche wurde die Flüchtlingsunterkunft in der Gemeinde Heidenau wegen Coronainfektionen und -verdachtsfällen unter Quarantäne gestellt (das WOCHENBLATT berichtete). Heidenaus Bürgermeister Reinhard Riepshoff nimmt das zum Anlass, sich mit folgendem offenen Brief an die Bürger zu wenden:
"Liebe Bürgerinnen und Bürger,
viele Bewohner der Unterkunft für Flüchtlinge in Heidenau sind leider mit dem Coronavirus infiziert, seit einigen Tagen steht die Unterkunft unter Quarantäne. Die Bewohner sind zurzeit dadurch doppelt betroffen, zu der schon sehr belastenden Flucht wegen Kriegshandlungen oder Verfolgung aus anderen Gründen kommt jetzt die Quarantäne aufgrund von Corona noch dazu.
Wer jetzt die Flüchtlinge in dieser für uns alle sehr schweren Zeit anfeindet und für 'alles' verantwortlich macht, handelt auf keinen Fall so, wie wir uns als verantwortungsvolle Heidenauer Bürgerinnen und Bürger benehmen sollten. Die Bewohner aus der Unterkunft gehören zu unserer Dorfgemeinschaft, nur wenn wir uns gegenseitig stärken und aufeinander achten, überstehen wir diese allen auferlegte Herausforderung.
Der Landkreis Harburg als zuständige Verwaltung sorgt für die medizinische Betreuung und stellt auch die Versorgung der Bewohner in der Unterkunft sicher.
Alle Bürgerinnen und Bürger in Heidenau können mich über folgende Wege erreichen: Tel. 04182 - 4550, über Handy unter 0177 - 3413915 oder per E- Mail an: riepshoff@gmx.eu. Die sonst übliche Sprechstunde des Bürgermeisters dienstags von 18 bis 19 Uhr findet zurzeit nicht statt.
Mein Wunsch ist es, dass wir auf unsere Nachbarschaft achten und uns gegenseitig helfen! Gerade die älteren und teilweise alleinstehenden Bürgerinnen und Bürger können in den nächsten Wochen (z.B. bei angeordneter Quarantäne etc.) Hilfe bei Einkäufen und Besorgungsgängen benötigen. Diese Hilfsbereitschaft zu leisten, steht nicht im Widerspruch zur Forderung, die sozialen Kontakte auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken.
Bleiben Sie gesund. Mit freundlichen Grüßen, Reinhard Riepshoff"

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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