Zum Schutz des Büsenbachtals
Handeloh initiiert Ranger-Pilotprojekt

Sandra Malissa ist zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin und wohnt im Büsenbachtal. Sie engagiert sich im Arbeitskreis zum Schutz des Büsenbachtals und hat sich an den 
Besucherbefragungen beteiligt
  • Sandra Malissa ist zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin und wohnt im Büsenbachtal. Sie engagiert sich im Arbeitskreis zum Schutz des Büsenbachtals und hat sich an den
    Besucherbefragungen beteiligt
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  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Tostedt. Menschen, die vorgeblich Erholung in der Natur suchen, aber dann ihren Müll im Landschaftsschutzgebiet entsorgen, ihre „Geschäfte“ verrichten, Dämme bauen, Nachbarn und Rettungswege zuparken - wie mehrfach berichtet, ist die Situation im Büsenbachtal in Handeloh-Wörme für die Anwohner wegen des großen Besucherzustroms und einigen Uneinsichtigen an manchen Tagen unerträglich. In für Handeloh ungewohnter Einigkeit setzt sich daher ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis seit mehreren Wochen für Verbesserungen ein. Der Handeloher Rat hat in seiner jüngsten Sitzung in der Tostedter Schützenhalle nun einstimmig beschlossen, ein einjähriges Ranger-Pilotprojekt auf den Weg zu bringen. Bezüglich eines Verkehrskonzeptes mit Parkverboten und Parkwächtersystem gibt es noch Klärungsbedarf.
Arbeitskreis zum Schutz
des Büsenbachtals

Die Mitglieder des Arbeitskreises zum Schutz des Büsenbachtals haben in drei Gruppen die Schwerpunkte Verkehrslenkung und Besucherströme, nachhaltiges Tourismuskonzept sowie Erhalt von Flora und Fauna bearbeitet. Dazu wurden Befragungen der Einwohner und Besucher durchgeführt. Auch gab es Gespräche mit dem Verein Naturpark Lüneburger Heide, Ordnungsamt und Verkehrsbehörde.
Die Gäste im Büsenbachtal werden zu Anreise, Aufenthalt und Wünschen befragt. Von bislang rund 50 Besucherbefragungen seien 33 ausgewertet. „Es ist ein gutes Instrument, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, berichtete Uwe Blanck (Grüne) aus dem Arbeitskreis. Bei den Befragten sei eine Sensibilisierung für Anwohner- und Naturbelange erfolgt. Da die Befragungen einige Minuten in Anspruch nehmen, sollen die befragten Besucher für ihre Bereitschaft zum Dank eine kleine Aufmerksamkeit in Form eines 50-ml-Glases Heidehonig erhalten. Für 500 der Gläser bewilligte der Gemeinderat 535 Euro.
Fragebögen an
Anwohner verteilt

Bei der Anwohnerbefragung von 250 Haushalten gebe es bislang einen Rücklauf von 80 Fragebögen. Die Fragebögen an die Anwohner in Wörme seien verteilt worden. Diese können aber auch von interessierten Handelohern von der Homepage der Gemeinde heruntergeladen werden unter www.handeloh.de (> Aktuelles > Arbeitskreis Büsenbachtal - Einwohnerbefragung).
Beim Thema Besucherlenkung und Verkehrskonzept sei von Dr. Hans Peter Grimm (FWH) in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis ein Schreiben an das Ordnungsamt verfasst worden. Unter anderem geht es auch um die Einrichtung von Parkverboten im Büsenbachtal. Dazu gebe es eine kritische Stellungnahme des Café im Schafstall. Daher wurde die weitere Bearbeitung des Themas zurückgestellt. Blanck ist aber zuversichtlich, dass die Parkraumüberwachung im vierten Quartal auf den Weg gebracht wird.
Kosten teilen sich Gemeinde,
VNP und Samtgemeinde

• Für das einjährige Ranger-Pilotprojekt in Teilzeit galt es, die Finanzierung in Höhe von 7.500 Euro zu klären. Diese Kosten wollen sich der Naturpark Lüneburger Heide, die Gemeinde Handeloh und die Samtgemeinde Tostedt (laut bislang mündlicher Zusage) teilen.
• Weil immer mehr Touristen ins Büsenbachtal strömen und - nicht nur als Café-Gäste - die Toilette des Schafstalls nutzen (dürfen), muss die WC-Anlage vergrößert werden. Das ist laut Bebauungsplan, der ein "dörfliches Mischgebiet" ausweist, in der Größenordnung bislang nicht möglich. Die Gemeinde Handeloh befürwortete nun die entsprechende B-Plan-Änderung. Um die öffentliche Nutzung der Toiletten zu gewährleisten, soll ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen werden.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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