Handeloh
Unterschriften gegen geplante Wohnbebauung und Verbesserungswünsche
- Auf dieser Fläche könnte die vorgestellte Bebauung entstehen
- Foto: Kartendaten © 2023 GeoBasis-DE/BKG (©2009) / Montage: MSR
- hochgeladen von Bianca Marquardt
Ein "Generationsquartier" mit Mehrfamilien-, Reihen- und Einfamilienhäusern möchte Investor Friedrich Brandt von der DIG Deutschen Immobilien Gesellschaft GmbH auf einer Fläche zwischen Planetenlehrpfad und Mühlenstraße in Handeloh schaffen und informierte darüber Ende April in einer Einwohnerversammlung (das WOCHENBLATT berichtete). Dagegen regt sich nun Widerstand. Einige Anwohnerinnen und Anwohner haben eine Unterschriftenliste initiiert mit bisher 33 Unterschriften. In einem offenen Brief legen sie dar, wobei sie Bedenken haben.
Zunächst bedanken sich die Initiatoren bei Bürgermeister Uwe Blanck und Investor Friedrich Brandt für die Möglichkeit, eigene Vorschläge, Ideen und Wünsche für die Gestaltung einbringen zu können. "Aus unserer Sicht werden unsere Vorschläge dazu führen, dass das ländliche Wohnen als überschaubarer Lebensraum und gesellschaftlicher Ordnungsfaktor erhalten bleibt und der prägende dörfliche Charakter und der Charme unseres Handeloh nicht gefährdet wird sowie die bestehende Infrastruktur das Wachstum angemessen aufnehmen kann", heißt es in dem Brief. Vor allem wollen die Unterzeichner die Dorfstruktur erhalten.
Einige ihrer Forderungen:
- Mehr Grünflächen sowie größere Grundstücke, als in dem bisherigen Bebauungsvorschlag vorgesehen sind, um so eine Bebauung, die dem vorhandenen Dorfbild entspricht, zu gewährleisten.
- Keine mehrgeschossigen „Hochhäuser“, auch nicht zum Zwecke der Barrierefreiheit. Selbst wenn das Untergeschoss barrierefrei ist und das Obergeschoss eine "einfache" Wohnung wird, gibt es immer noch zwei Wohneinheiten mehr, als es vorher waren.
- Keine Vier-Einheiten-Reihenhäuser. Doppelhäuser haben auch eine geringere Grundstücksfläche und passen sich gut in das Handeloh-Dorfbild ein.
- Ausreichend Parkplätze direkt am Haus (pro Wohnpartei zwei bis drei), sodass weder Hauptstraße noch Feldweg als Parkplatz genutzt werden müssen.
- Keinen Wall oder Knick zum Feldweg hin, um den natürlichen Ablauf des Oberflächenwassers zu gewährleisten.
- Das Satteldach passt sich besser als andere Dachformen in das Handeloher Dorfbild ein.
Abschließend bitten die Unterzeichner, dass ihre Anliegen berücksichtigt werden und eine "fundierte Prüfung des Bedarfs an einem solchen Wohngebiet" erfolgen und belegt werden soll.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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