Rolf Aldag stellt sich den Bürgerfragen
Wahlkampfauftakt mit Eierlikör
- Mit einem Schluck Eierlikör wurde in Tostedt zünftig der Wahlkampf eingeläutet: Heiner Schönecke (CDU, v. li.), Rolf Aldag (CDU) und Jan Bauer (CDU, MdL)
- Foto: sh
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"Manche brauchen einen Anlauf mehr ...", erklärte Heiner Schönecke (CDU) zur Begrüßung von Rolf Aldag, der sich am Sonntag erstmals den Fragen der Bürger der Samtgemeinde Tostedt stellte.
Mit seiner Einleitung spielte Schönecke darauf an, dass Rolf Aldag sich bereits bei der letzten Kommunalwahl vor fünf Jahren als Kandidat zum Samtgemeinde-Bürgermeister in Tostedt bewarb und letztendlich gegen Amtsinhaber Dr. Peter Dörsam scheiterte.
"Ich lebe bereits mein ganzes Leben in der Samtgemeinde Tostedt", so Rolf Aldag. "Das ist meine Heimat. Jeder muss sich nicht nur um sich selbst kümmern, sondern auch um das große Ganze."
Das große Ganze ist die Samtgemeinde mit mehr als 28.000 Einwohnern, Tostedt als Kernort hat bereits über 15.000 Einwohner. Daher sei es an der Zeit zu planen, was der richtige Weg für Tostedt sei: Zurück ins Dörfliche oder eine städtische Entwicklung fördern - das ist eines der Kernthemen für Aldag.
Auch möchte er mehr wohnortnahe Arbeitsplätze schaffen - davon haben alle Seiten einen Gewinn: Wenn nicht mehr mehrere Stunden am Tag zur Arbeit gependelt werden muss, bei Problemen im öffentlichen Nahverkehr auch mehr, sondern mit dem Fahrrad der Arbeitsplatz erreicht werden kann, das schafft mehr Lebensqualität. Dazu kommen mehr Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinden.
Auch müssen die Strukturen der Samtgemeinde krisenfest werden. Der aktive Feuerwehrmann betont, dass man sich nicht vor allen Eventualitäten schützen, sich aber bestmöglich vorbereiten kann.
Neben Heiner Schönecke war auch CDU-Landtagsabgeordneter Jan Bauer zur Unterstützung von Rolf Aldag dabei. Jan Bauer wuchs in Tostedt auf, ging dort zur Schule und fühlt sich auch deshalb noch eng mit Tostedt verbunden. Auf seine Frage, was Aldag als erstes machen würde, sollte er gewählt werden, erklärte Aldag, dass er eine konzeptionelle Entwicklung für die Zukunft der Samtgemeinde erstellen möchte, die nicht anschließend in einer Schublade verschwindet. Desweiteren wird er sich um den weiteren Ausbau der Ganztagsbetreuung an Schulen kümmern und möchte die Energiewende vorantreiben, dafür auch eine kommunale Gesellschaft gründen, die daran partizipieren würde.
Aber auch die Bürger durften ihre Frage loswerden: Auf Bierdeckeln. Die Einwohner treibt weiterhin der furchtbare Zustand des Tostedter Bahnhofes um, der dringend verbessert werden muss. Auch die Bauruinen an der Heidenauer Straße kamen zur Sprache, ebenso wie der Westbahnhof, der optisch kein schönes Entrée für Tostedt bietet. Auch haben Bürger Sorge um das Freibad. Das ist zwar neu und schön, kann aber aufgrund der Personalsituation nur sehr eingeschränkt geöffnet werden - trotz des aktuell heißen Wetters. Dieser große Stapel an Bierdeckeln wird in seinem Büro nun der Ideenspeicher sein, den er nach und nach abarbeiten kann.
Redakteur:Stefanie Hansen aus Tostedt |
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