Ausbildung war Thema bei Metallhandwerker-Versammlung
"Das duale System leistet viel"

Innungs-Obermeister Jan Jürgens

Ausbildung war Thema bei Versammlung der Metallhandwerke-Innung ce. Todtglüsingen. Wer einen Beruf im Metallhandwerk erlernen möchte, bringt häufig großes Talent und gute praktische Ansätze mit. Das weiß Jan Jürgens, Obermeister der Innung der Metallhandwerke des Kreises Harburg, aus eigener positiver Erfahrung als Ausbilder. Auf der jüngsten Herbstversammlung der Innung in Todtglüsingen gab Jürgens aber auch zu bedenken, dass bei "einigen Auszubildenden eine geringe Frustrationstoleranz sowie zu wenig Engagement und Einsatz für die Sache" zu beobachten sei.
Manche Lehrlinge - so Jürgens - verfügten nicht über wünschenswerte Kenntnisse, Fähigkeiten und Verhaltensweisen. Diese müssten erst mit den ausbildenden Betrieben und der Berufsschule erarbeitet werden, was Zeit und Geld koste. "Hier leistet das duale Ausbildungssystem von Handwerksbetrieben und Berufsschule volkswirtschaftlich enorm viel", betonte der Obermeister. Das Handwerk sei eine "wirkliche Stütze der Gesellschaft", denn hier würden im Landkreis Harburg 40 Prozent aller jungen Leute - derzeit etwa 45 Personen - ausgebildet und bundesweit jeder zweite Mensch mit einem Migrationshintergrund.
Im Kreis Harburg können die Auszubildenden laut Jan Jürgens zwischen den Fachbereichen Metallgestaltung, Nutzfahrzeugbau und Konstruktionstechnik wählen. "Azubis" mit letzterem Schwerpunkt werden komplett in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Winsen unterrichtet und zum Abschluss ihrer Lehre auch dort geprüft. Auf Nutzfahrzeuge spezialisierte Metallbauer absolvieren zunächst an den BBS und später in besonderen Landesfachklassen ihren Unterricht. Gleiches gilt für die "Azubis" mit Schwerpunkt Metallgestaltung. Beide Gruppen werden von einer Kommission aus dem Innungsbereich der Landesfachklasse geprüft.
Auch um Nachwuchs zu gewinnen, war die Metallhandwerke-Innung in diesem Jahr fleißig unterwegs. So nahm sie unter anderem in Winsen teil an Gesprächen zum Thema "Schule trifft Wirtschaft" mit Wirtschaftsförderer Markus Trettin, war bei praktischen Berufsorientierungs-Tagen an den Oberschulen Hollenstedt und Salzhausen, auf dem Scharmbecker Erntefest und dem Salzhäuser Kirch- und Markttag sowie beim 25-jährigen Jubiläum des Job-Treffs an den BBS Buchholz.
Jan Jürgens wies schließlich auf der Innungsversammlung darauf hin, dass dem Metallhandwerk in Deutschland rund 36.500 Unternehmen angehören. Diese bildeten über 28.000 Lehrlinge aus, beschäftigten insgesamt 465.000 Mitarbeiter und erzielten einen Jahresumsatz von etwa 57 Milliarden Euro.

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