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Kreise mit gemeinsamer Strategie gegen Este-Hochwasser

Die „Hochwasser-Partnerschaft Este“ wurde im Stader Kreishaus besiegelt (Foto: Landkreis Stade / Nadine Tiedemann)
(bim). Mit den ersten Unterschriften wurde jetzt die „Hochwasserschutz-Partnerschaft Este“ im Stader Kreishaus besiegelt. „Mit dieser Partnerschaft auf Basis zweier Klimaschutzprojekte gehören wir als Anlieger der Este zu den Vorreitern einer zeitgemäßen Hochwasserschutz-Strategie in Niedersachsen“, sagte Stades Landrat Michael Roesberg. „Wir freuen uns, dass sich Landkreis-übergreifend alle Gemeinden der Hochwasserpartnerschaft anschließen. Damit ist das Fundament für die zukünftige Zusammenarbeit aller Beteiligten geschaffen“, fügte Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, hinzu.
Wie mehrfach berichtet, trafen sich seit April 2014 Vertreter von Kommunen, Naturschutzorganisationen, Vereinen und Verbänden aus den Landkreisen Harburg und Stade zu mehreren Workshops, um in der Region Hochwasser- und Gewässerschutzmaßnahmen anzustoßen. Das Ziel: die zu erwartenden steigenden Wasserstände entlang der Este in den Griff bekommen.
Der nun unterzeichneten „Hochwasserschutz-Partnerschaft“ der Kommunen an der Este, der Landkreise Stade und Harburg, der Freien und Hansestadt Hamburg sowie der für Deiche und Entwässerung zuständigen Verbände sollen künftig 24 Mitglieder angehören. Aus ihrer Sicht kann „nur über die gemeinsame Betrachtung des Flussgebietes den Hochwassergefahren und dem Sedimenteintrag im Zuge der Klimafolgenanpassung begegnet werden“, wie es in der Präambel der Vereinbarung heißt. Im Rahmen der Projekte KLIMZUG-NORD („Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten“) und KLEE („Klimaanpassung Einzugsgebiet Este“) sei diese Erkenntnis gewonnen worden.
Ziel ist es, in einem ersten Schritt ein integriertes Hochwasserschutzkonzept zu erstellen. Die Koordination dafür übernimmt die Hansestadt Buxtehude. Die Landkreise Stade und Harburg hatten Ende 2016 die Initiative für die Hochwasserschutz-Partnerschaft ergriffen.
Etwa die Hälfte der Partner unterzeichnete nun die Vereinbarung, die übrigen Unterschriften erfolgen aus terminlichen Gründen nach den Sommerferien.