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"Yelp"-Geheul für schnelleres Stoppen

Johannes Voskors (li.) und Jan Krüger neben einem mit dem "Yelp"-Signal ausgestatteten Streifenwagen

Polizei stellt neues Haltesignal vor

os. Buchholz. Die ersten Erfahrungen der Polizei mit dem neuen Signalton "Yelp" (Englisch = schrill, gellend) sind positiv. "Unsere Kollegen berichten uns, dass die Verkehrsteilnehmer jetzt sofort anhalten", sagt Johannes Voskors, der den Fuhrpark der Polizeiinspektion Harburg beaufsichtigt. Am Donnerstag stellten Voskors und Polizeisprecher Jan Krüger die Neuerung in Buchholz vor.
Mit dem "Yelp"-System sollen Autofahrer effektiver als bisher zum Anhalten bewegt werden. Zusätzlich zum roten Schriftzug "Stopp, Polizei!", der zwischen den Blaulichtern bzw. bei Bullis im Frontfenster aufleuchtet, steht der Polizei jetzt ein schriller, sehr lauter Heulton zur Verfügung. Er erinnert an eine Alarmanlage, ist aber ungleich durchdringender und lauter.
Für Jan Krüger liegen die Vorteile des "Yelp"-Systems auf der Hand: Die Polizei könne Autofahrer nun von hinten anhalten. "Es ist für uns immer besser, uns von hinten einem Fahrzeug zu nähern als von vorn", sagt er. Die Beamten fühlten sich dadurch sicherer. Die Polizei rät Autofahrern, die das Haltesignal "Yelp" sehen oder hören, langsam abzubremsen, am rechten Fahrbahnrand zu halten, den Motor abzustellen, das Fenster zu öffnen und bei Dunkelheit das Licht im Innenraum einzuschalten, die Hände aufs Lenkrad zu legen und auf die Beamten zu warten.
In der Polizeiinspektion Harburg wurden 13 Fahrzeuge ab dem Baujahr 2010 mit der "Yelp"-Anlage ausgerüstet. Dafür war ein Update der Software notwendig. Das "Yelp"-Signal kann dadurch nur mit dem Schriftzug "Stopp, Polizei!" verwendet werden, nicht aber mit Blaulicht und Martinshorn. Diese bekannten Zeichen dienen weiterhin ausschließlich dafür, der Polizei den Weg zu einem Einsatz freizumachen.