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Buchholzer Biker-Party

Ein spektakulärer Anblick: Mehrere tausend Biker trafen sich im Anschluss an den Hamburger Motorrad-Gottesdienst auf dem Parkplatz von Möbel Kraft
 
Der Buchholzer Patrick Steiner nahm zum ersten Mal an dem Konvoi teil und war begeistert

Die Veranstalter des Hamburger Motorrad-Gottesdienstes (MoGo) hatten eigentlich mit 30.000 Teilnehmern gerechnet. Am Ende waren es - wohl auch aufgrund des Wetters - nur etwa 20.000 Biker. In einem riesigen Konvoi ging es über die Elbbrücken nach Buchholz. Dort fand auf dem Parkplatz von Möbel Kraft die Abschluss-Veranstaltung statt.

Motorräder, so weit das Auge reicht

mum. Buchholz. "Das ist ein wirklich beeindruckendes Erlebnis", war der Buchholzer Patrick Steiner begeistert. Gerade war der 47-Jährige mit vielen tausend Gleichgesinnten im Anschluss an den Motorrad-Gottesdienst (MoGo) in Hamburg auf dem Parkplatz von Möbel Kraft in Buchholz angekommen.
"Bis zum Horizont nur Motorrad-Fahrer. Dazu eine dreispurige Autobahn, auf der bis zu neun Motorräder nebeneinander fahren - das ist einmalig", so Steiner, der vor allem aber die Idee, die hinter der Aktion steht, begrüßt. "Ich finde es wichtig, dass man an die vielen Biker erinnert, die bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen." Der Buchholzer ist davon überzeugt, dass Biker und Autofahrer mehr Rücksicht aufeinander nehmen müssen. "Ich selbst habe den Motorradführerschein erst mit Ende 30 gemacht. Ich denke, dass das auch richtig war. Ich glaube, eine gewisse Reife ist von Vorteil, wenn man auf einem Motorrad unterwegs ist.
Die Veranstalter hatten eigentlich wieder mit bis zu 30.000 Teilnehmern gerechnet. Doch schlechtes Wetter sorgte für einen erheblichen Rückgang der Besucherzahlen. Nach eigenen Angaben sollen es nur rund 20.000 "MoGo"-Besucher gewesen sein - der Regen halbierte die PS-Gemeinde nahezu. "MoGo"-Pastor Lars Lemke war dennoch zufrieden. "Die angekündigten Unwetter sind ausgeblieben, die Stimmung ist ausgezeichnet", sagte er dem Evangelischen Pressedienst.
Nach mehreren Wochen stabilen Hochsommers hatte es in Hamburg in der Nacht vor dem "MoGo" erstmals wieder geregnet. Aus dem Hamburger Umland wurden teilweise heftige Schauer gemeldet. Aus dem Raum Harburg reisten einige Biker mit der Bahn an und ließen ihre Motorräder in der Garage. Doch das Fest auf dem Michel-Platz verlief bis auf wenige Tropfen Regen ungetrübt.
Nach dem Gottesdienst, der über Leinwände auch nach draußen übertragen wurde, ging es in einem riesigen Konvoi in die Nordheide. Die Autobahnen 1 und 261 waren zeitweise gesperrt worden, um dem Konvoi eine reibungslose Fahrt zu gewährleisten. Bei Möbel Kraft erwartete die Biker ein buntes Programm: Außer Essen und Getränken gab es Info-Stände, Live-Musik und Vorführungen.
Der Hamburger „MoGo“ gilt als größter Motorrad-Gottesdienst weltweit. Getragen wird er von mehr als 200 Ehrenamtlichen. Veranstalter ist der Verein "MoGo Hamburg - in der Nordkirche". Seit November 2014 trägt "MoGo"-Pastor Lars Lemke die Verantwortung. Überschattet wurde die Veranstaltung von einem Unfall. Auf den Elbbrücken fuhr ein 65-Jähriger mit seinem Bike in einen Teilnehmer, der mit technischem Defekt sein Motorrad angehalten hatte. Beide Motorradfahrer kamen ins Krankenhaus, der 65-Jährige verletzte sich nach Angaben der Polizei schwer.