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Der Millionen-Verwalter

Glücklich und stolz bei der Feierstunde in der deutschen Botschaft in Warschau: Bundesverdienstkreuzträger Herbert Helmrich, begleitet von seiner Frau Waltraud (Foto: Deutsche Botschaft Warschau)

Er hat viel für die Aussöhnung
von Deutschen und Polen geleistet.
Dafür erhielt der Buchholzer Herbert Helmrich
jetzt das große Verdienstkreuz mit Stern.

rs. Buchholz. Gut 15 Jahre stand Herbert Helmrich (78) als Co-Vorsitzender an der Spitze der paritätisch besetzten Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ), war hier mitverantwortlich für einen hohen zweistelligen Millionen-Etat. Und hat entscheidend daran mitgewirkt, dass mit dem Geld Projekte gefördert wurden, die den deutsch-polnischen Nachkriegs-Dialog weiter vorangetrieben haben. In der deutschen Botschaft in Warschau erhielt der in der Lausitz geborene Wahl-Buchholzer dafür jetzt das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Der Christdemokrat, viele Jahre als Bundestagsabgeordneter aktiv, hat sich nach der Wiedervereinigung als Justizminister und später als Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern engagiert. Dann, mit über 70 Jahren, noch eine große Herausforderung für Herbert Helmrich: Mehrere Hundert Millionen Euro, die Restsumme eines Kredits über eine Milliarde Mark, der schon unter Bundeskanzler Helmut Schmidt den Polen gewährt worden war, wurde in die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit eingebracht.
Helmrich wurde vom damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl gedrängt, gemeinsam mit einem polnischen Vertreter den Vorsitz zu übernehmen. Mega-Projekte wie die Umwelt-Sanierung der Oder, aber auch Tausende Anträge für Investitionen in Infrastruktur, Sozialprojekte und den Jugendaustausch gingen durch Helmrichs Hände. Eine Schar von Mitarbeitern kontrolliert den Erfolg.
Helmrich ist es darüber hinaus gelungen, durch Sponsorensuche und andere Maßnahmen aus der ursprünglich auf zehn Jahre angelegten Verbrauchs-Stiftung eine Dauerstiftung zu initiieren - wohl das größte Verdienst des Politikers und Pragmatikers, dessen Vorfahren im schlesischen Goldberg (Złotoryja) in den vergangenen 400 Jahren wiederholt den Bürgermeister stellten.
Herbert Helmrich sieht die Etablierung der Stiftung als sein Vermächtnis an die Zukunft. In seiner kurzen Dankesrede für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes heißt es unter anderem: "So kann unsere Stiftung an der Aussöhnung unserer Völker weiter mitwirken, und zwar an der großen Aufgabe, dass unsere Kinder und Kindeskinder in Frieden und Freundschaft auf
Dauer miteinander leben können."