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Er ist der Meister der Tasten

Hier ist er in seinem Element: David Schollmeyer an der Orgel der St. Paulus-Kirche

Paulus-Kantor David Schollmeyer (42) wechselt nach Bremerhaven / Abschied am 27. Juli

os. Buchholz. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Buchholzer St- Paulus-Gemeinde weit über die Stadtgrenzen hinaus einen guten Ruf hat: Kantor David Schollmeyer (42) nutzte seine hervorragenden Kontakte in die (Kirchen-)Musikszene, um zahlreiche hochkarätige Konzerte in der Paulus-Kirche zu organisieren und weit über 700 Gottesdienste kreativ zu begleiten. Nach 14 Jahren in Buchholz kehrt Schollmeyer jetzt der Nordheidestadt den Rücken: Am 9. September tritt er seine neue Stelle an der Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche in Bremerhaven an.
"Ich habe gerne in der Paulus-Gemeinde gearbeitet, aber für mich bietet Bremerhaven eine große Chance", sagt Schollmeyer. Er könne sich dort musikalisch und finanziell verbessern. Musikalisch, weil die Orgel in der "Großen Kirche" in Bremerhaven doppelt so groß sei wie die in Buchholz. "Ich kann dort alles spielen, was die Musikliteratur hergibt", sagt der vielseitige Musik-Profi. Die Orgel in Bremerhaven verfügt über drei Manuale, die Register werden über eine computergestützte Setzeranlage gesteuert. Dass die Akustik in der großen Kirche mit 700 Sitzplätzen viel mehr hergibt, tut ein Übriges. Er träume davon, ein großes Requiem aufzuführen, z.B. von Brahms oder Verdi.
Finanziell lohnt der Wechsel, da Schollmeyer in Bremerhaven eine von bundesweit nur rund 400 A-Musikerstellen besetzt. "Damit werde ich meiner Ausbildung entsprechend bezahlt", sagt der studierte Kantor. In Buchholz reichen die Finanzmittel nur für eine B-Stelle.
Im August ziehen David Schollmeyer, seine Frau Sylvia und die Kinder Anna (16), Maria (15) und Benjamin (8) um. "Den Kindern war der Umzug anfangs schwer zu verklickern", räumt Schollmeyer ein. Jetzt aber mache ein Wechsel Sinn, weil Anna sofort in der Oberstufe beginnen kann. "Ich hätte sonst vier Jahre warten müssen, und dann wäre ich zu alt für eine A-Stelle gewesen", erklärt der Orgel-Spezialist.
Das große Plus von David Schollmeyer ist seine Vielseitigkeit: Er fühlt sich an der Orgel genauso wohl wie am Klavier oder am Keyboard. Er leitete u.a. erfolgreich den Posaunenchor und stellte mit der Kantorei große Oratorien auf die Beine - zuletzt den "Elias" von Mendelssohn. Mit seinen Jazz-Improvisationen brachte er zudem ganz neue Klänge in die Paulus-Kirche. In der Landeskirche sei er mittlerweile als "Jazz-Onkel" bekannt, sagt Schollmeyer lachend. Kein Wunder, dass bei so vielen Verpflichtungen keine Zeit für Hobbys bleibt. "Für mich ist Musik Arbeit und Hobby zugleich", so Schollmeyer. Mit so einer Leichtigkeit Musik zu machen wir er, ist Lohn harter Arbeit.
Die Paulus-Gemeinde weiß, was sie in Schollmeyer hat(te): "Fast 14 Jahre hat St. Paulus in großartiger Musik geschwelgt: David Schollmeyer hat an den Tasten und mit dem Taktstock gezaubert und himmlische Töne produziert", lobt Pastor Andreas Kern. Die Gemeinde verabschiedet ihren Kantor mit einem festlichen Gottesdienst am Sonntag, 27. Juli, ab 10 Uhr mit anschließendem Empfang.
• Der Nachfolger von David Schollmeyer als Paulus-Kantor soll in Kürze bekannt gegeben werden.