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"Fliegen" wie die Hollywood-Stars

Surreales Bild: die auf einem Lkw-Trailer installierte "Gulfstream"-Maschine im Wohngebiet in Buchholz

Beweglicher Simulator: Innovativer Unternehmer Helmut Faber weiht sein neuestes Projekt ein / Einsatz auf Messen

os. Buchholz. Der Anblick ist so faszinierend wie surreal: Mitten zwischen modernen Einfamilienhäusern in Buchholz steht jetzt ein ausrangiertes Flugzeug.
Das neueste Projekt des innovativen Unternehmers Helmut Faber ist sein ambitioniertestes: In den ehemaligen "Gulfstream"-Geschäftsflieger, der fest auf einem Lkw-Trailer installiert ist, wird bis März 2015 ein Flugsimulator eingebaut, der u.a. auf Flug- und Tourismusmessen zum Einsatz kommt (das WOCHENBLATT berichtete). Am vergangenen Dienstag weihte Faber das Modell mit Geschäftspartnern ein. Buchholz' Bürgermeister Wilfried Geiger und Tanja Fabianek vom Transportlogistiker Dachser tauften den Flieger auf den Namen "Buchholz i.d. Nordheide".
Faber zeichnete kurz den steinigen Weg von der ersten Idee vor drei Jahren bis zum fertigen Objekt nach. Auf dem riesigen Flugzeugfriedhof in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien fand der Unternehmer über einen Geschäftspartner die ausrangierte Gulfstream. In dem rund 24 Meter langen Flieger (Baujahr 1976) wurden früher vor allem Hollywoodstars transportiert. Faber überzeugte seine Hausbank von dem Projekt, organisierte den Transport des Rumpfes per Schiff nach Europa und umschiffte in Deutschland letzte Klippen beim Zoll und der Buchholzer Stadtverwaltung. "Wir haben geackert wie die Tiere", fasste Faber zusammen.
Das Interieur der Gulfstream blieb weitgehend unverändert. "So ist der einmalige Muff erhalten geblieben", sagt Faber. Nur ein moderner Kaffeeautomat wurde eingebaut. Künftig erhalten die bis zu zwölf Gäste während der simulierten Flüge einen Kaffee, sobald die "Reiseflughöhe" erreicht ist.
Schon am Tag nach der Einweihung hatte Fabers "Gulfstream" ihren ersten Einsatz bei der Erlebnis- und Einkaufsmesse in Hannover. Auch für die Touristikmesse in Leipzig im November und den Dresdner Reisemarkt Ende Januar 2015 ist der Simulator gebucht. Zudem gibt es Anfragen einer Fluggesellschaft, in der Gulfstream ihr Cateringangebot vorzustellen. Schließlich ist das Flugzeug im November für ein Filmprojekt gemietet. "Wir starten mit der Gulfstream richtig durch", jubelt Helmut Faber. "Ich denke, darüber wird sich auch das Finanzamt freuen!"