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Am Ende wurde es noch knapp

Lieferten sich ein spannendes Duell: der neue Landrat Rainer Rempe (li.) und Thomas Grambow

Rainer Rempe ist neuer Landrat im Landkreis Harburg / Starker Herausforderer Thomas Grambow

os. Winsen. Als die ersten Ergebnisse zur Landratswahl aus Bötersheim eintrafen, war für die Wahlbeobachter im Winsener Kreishaus klar: „Das Ding ist durch für Rainer Rempe.“ Der Erste Kreisrat hatte in der Tostedter Gemeinde, die traditionell besonders schnell ihre Wahlstimmen auszählt und den Wahltrend zuverlässig vorgibt, mehr als 58 Prozent der Stimmen geholt, sein SPD-Herausforderer Thomas Grambow nur knapp 42 Prozent. Es kam anders, die Wahl gestaltete sich noch sehr spannend: Am Ende hatte der neue Landrat Rainer Rempe 52,2 Prozent der Stimmen geholt, Grambow 47,8 Prozent.
„Ich hatte im Vorfeld mit einem knappen Ergebnis gerechnet“, sagte Rainer Rempe dem WOCHENBLATT. „Wir hatten im Kreis eine klassische Lagerwahl.“ Er habe aber nie ernsthaft daran gezweifelt, die Wahl zu gewinnen. „Das Ergebnis ist ja nie gekippt.“ Letztlich habe er den Sieg mit einer Mischung aus Erleichterung und Vorfreude auf die anstehende Aufgabe aufgenommen, erklärte Rempe, der das Landratsamt am 15. September von seinem scheidenden Vorgänger Joachim Bordt übernimmt.
Bis dahin will er im Zusammenspiel mit der Politik auch einen Nachfolger für sich als Ersten Kreisrat präsentieren. „Wir werden jetzt viele Gespräche führen“, sagte Rempe. Der Landrat habe das Vorschlagsrecht, der Kreistag fälle die letzte Entscheidung.
Als dringlichste Aufgabe seiner bevorstehenden Amtszeit sieht Rainer Rempe die Verkehrspolitik. Die Pendler wollten bessere Bahnverbindungen und hätten keine Lust, im Stau zu stehen.
Recht zufrieden mit seinem Abschneiden war Thomas Grambow. Im Vorfeld habe er auf ein Ergebnis von 45 Prozent und mehr gehofft, sagte der Neu Wulmstorfer. „So habe ich das Gefühl, dass ich dicht rangekommen bin“, so Grambow. Letztlich sei er aber nicht angetreten, um Zweiter zu werden.
In seiner Heimatgemeinde standen die Wähler fest zu dem Sozialdemokraten. In einem Wahllokal der „Grundschule an der Heide“ holte Grambow 72,7 Prozent der Stimmen. Rainer Rempe war bei den Briefwählern in Jesteburg besonders beliebt: 70,5 Prozent ihrer Stimmen gingen an den neuen Landrat.