Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

„Die Stadt muss sich bewegen“

Dieser Vorgarten am Seppenser Mühlenweg in Buchholz wurde von einer Rotte stark beschädigt

In Buchholz ist wieder eine Wildschweinrotte im Landschaftschutzgebiet aktiv / Jäger bieten Hilfe an

os. Buchholz. Die Befürchtung der Menschen rund um das Steinbachtal in Buchholz hat sich bestätigt: In dem Landschaftsschutzgebiet hat sich erneut eine Wildschweinrotte eingerichtet, die auf der Suche nach Nahrung die nahegelegenen Vorgärten und Rasenflächen durchwühlt und stark beschädigt.
Das Problem: Die Rotte aus dem Steinbachtal herauszubekommen, ist äußerst schwierig, da dort eine direkte Bejagung nicht möglich ist. Grund: Das Landschaftsschutzgebiet liegt mitten zwischen mehreren Wohngebieten. Bereits seit fünf Jahren sucht die Stadt Buchholz nach einer Lösung - bisher vergebens. Auch der Einsatz eines Berufsjägers, der mit einer Sondergenehmigung auf die Schwarzkittel ansetzen sollte, brachte vor zwei Jahren nicht den gewünschten Erfolg. Die Stadt bat auch die Kreisjägerschaft um Hilfe. „Leider hat sich die Verwaltung nicht auf unsere Vorschläge eingelassen, die wir mit der Tierärztlichen Hochschule in Hannover erarbeitet haben“, erklärt Kreisjägermeister Norbert Leben auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Man habe verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, neben dem Abschuss auch den Fang von Frischlingen ins Spiel gebracht: „Man muss den Druck der Menge aus der Fläche nehmen, anders bekommt man das Problem nicht gelöst“, betont Leben. Dass es jetzt erneut zu Schäden durch das Wild kommt, habe man kommen sehen: „Das ist doch klar, wenn die Zahl der Tiere immer weiter ansteigt.“ Zudem biete das Steinbachtal mit seinen ausgedehnten Schilfflächen einen perfekten Rückzugsort für die Wildschweine nach der Maisernte.
Norbert Leben betont, dass die Jäger für die Lösung des Problems weiter zur Verfügung stehen, aber: „Die Stadt muss sich bewegen und ein vernünftiges Konzept erstellen!“

Lesen Sie auch Wehe, wenn die Wildsau wühlt