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Gezerre um die Dorfernerung geht weiter

Ein Vorschlag, der jetzt geprüft wird: Nur die Kreuzung vor dem Gasthaus Frommann soll umgestaltet werden

Dibbersen: Verwaltung soll kostengünstigere Alternativen für Umgestaltung der alten B75 aufzeigen

os. Dibbersen. Die Frage, ob die alte Ortsdurchfahrt in Dibbersen im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms umgestaltet wird, ist noch einmal vertagt worden. Der Planungsausschuss der Stadt Buchholz empfahl in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass die Verwaltung bis Januar kostengünstigere bauliche Alternativen entwickelt.
Wie berichtet, soll die alte B75 zu einer Art Allee mit engerer, verkehrsberuhigter Straße und großzügigen Grünanlagen umgebaut werden. Gesamtkosten: rund zwei Millionen Euro, die über das Dorferneuerungsprogramm, städtische Mittel und Gebühren der Anlieger finanziert werden sollen. Planer der NLG und des Büros Arbos stellten ihre Überlegungen noch einmal vor. Der Straßenteil zwischen dem Gasthaus Frommann und der alten Aral-Tankstelle an der Harburger Straße soll demnach zum neuen Ortskern gestaltet werden.
Dibbersens Ortsbürgermeisterin Gudrun Eschment-Reichert (SPD) verteidigte das Dorferneuerungsprogramm und warnte davor, die Mittel dafür im kommenden Haushalt zu streichen. Das hatte Buchholz' Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse vorgeschlagen, tatsächlich ist im Etatentwurf der Stadt derzeit kein Geld für den Umbau der alten B75 enthalten. Man dürfe nicht 900.000 Euro Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm leichtfertig aufs Spiel setzen, warnte Eschment-Reichert. Die Zuschüsse seien durch Modifikationen an der Bauplanung nicht zu kompensieren.
Politiker von CDU und FDP hielten dagegen, dass die Stadt angesichts der angespannten Haushaltslage die ursprünglich geplanten Kosten für die Dorferneuerung nicht stemmen könne.
Letztlich votierten die Lokalpolitiker für den Antrag der Dibberser Grünen, kostengünstigere Alternativen zu entwickeln. U.a. schlagen sie vor, nur zwei Kreuzungen - z.B. vor dem Gasthaus Frommann - umzugestalten. Ob neue Vorschläge aus dem Rathaus ausreichen, um die ganze Maßnahme im Dorferneuerungsprogramm zu behalten, ist fraglich. Stadtbaurätin Doris Grondke warnte, dass man bis Januar nur grobe Planungen wird vorlegen können. Aber: Bis Februar müssen die endgültigen Maßnahmen zur Dorferneuerung angemeldet werden.
Bis zur Verabschiedung des Haushaltes am 4. Dezember im Stadtrat müssen die Lokalpolitiker auch entscheiden, woher die Mittel für die Dorferneuerung kommen sollen. Eschment-Reichert unterbreitete im Planungsausschuss schon einen Vorschlag: Man solle die Sanierung des Kapellen-Umfeldes auf dem Friedhof in Seppensen aus dem Haushaltsentwurf streichen und die freiwerdenden Mittel für Dibbersen verwenden.